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16. 4. 2016 - 16:08

Brand New

Die Neuvorstellungen der Woche: Mynth - "Turbid", Jahson The Scientist - "The Season", Like Elephants - "Mesmerize", Der Nino Aus Wien - "Winter im April"

Mynth - "Turbid"

Wer's nicht weiß, ist ja doch nicht so weitverbreitet, das Wort: "Turbid", das heißt soviel wie "schlammig", "trübe". Das passt natürlich wieder ganz gut, weil sich das Salzburger Duo Mynth auf seiner neuen Single abermals den eher düsteren Seiten von Synthiepop und nebelverhangenem elektronischem Wave zuwendet. Freilich vergisst die Band dabei nicht auf die groß funkelnde Melodie und die schöne Bittersweetness. Ein Hit, in dem sich Witch House, kann sich noch jemand erinnern, und R'n'B für die Todesdisco umarmen.

Jahson The Scientist - "The Season"

Geboren wurde Jahson the Scientist auf einer kleinen Insel der Kleinen Antillen, später ist’s für den Allrounder arbeitstechnisch nach London gegangen, mittlerweile hat es ihn nach Wien verschlagen. Einerseits ist in der Musik von Jahson the Scinetist der Einfluss von organischem, stark angejazztem HipHop wie von beispielsweise den Roots oder der Native Tongues Crew herauszuhören, gleichzeitig auch die futuristischen, elektronischen Ideen von Labels wie Big Dada oder Stones Throw. Die Mischung geht auf, "The Season" ist der Hit, laid back, dabei voller Saft und Energie.

Like Elephants - "Mesmerize"

Gerade hat das österreichische Quintett Like Elephants sein Album "Oneironaut" veröffentlicht. Der Titel bedeutet soviel wie "Traumreisender", und so kann man schon mal wieder die gute Genrevokabel "Hypnagogic Pop" aus der Kiste holen, um sich dem Sound der Band anzunähern. Halbschlafpop, Schlafwandlerpop, gebettet auf ein Kissen aus feinster Melodie. Dass sich die Single noch dazu "Mesmerize", also "Hypnotisieren", nennt, ist dann wohl auch kein Zufall. Hier treffen sich der Achtziger-Gitarren-Wave der frühen Cure und das magische Rauschen von Früh-Neunziger-Shoegaze. Süße Träume.

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Der Nino Aus Wien - "Winter im April"

Schreibt Der Nino aus Wien irgendwann keine Lieder? Gerade ist schon wieder eine neue Platte, eine EP, von ihm erschienen und sie ist schon wieder, man ahnt es, sehr gut geworden. "Adria" heißt sie, laut Angaben des Künstlers ist sie großteils an ebenjenem titelspendenden, melancholischen Sehnsuchtsmeer geschrieben worden. Mitunter ist "Adria" gar beschwingt, ja, sommerlich, der Song"Winter im April" fällt aus dem Rahmen. Schon auch traurig, aber nicht resignativ - und voller guter Zeilen: "Ist das vielleicht der kalte Frühlingswind, der mich in deine Träume bringt?"

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