Erstellt am: 27. 8. 2015 - 13:49 Uhr
Tote Flüchtlinge in einem LKW auf der A4
gefluechtet.de: Wer vor Krieg und Elend flieht, hat sich den Neubeginn im Ausland nicht ausgesucht. Beim Diskutieren auf Augenhöhe unterstützt der Biographie-Blog gefluechtet.de
#refugeeswelcome
FM4 stellt Initiativen vor, die die Situation von Flüchtlingen in Österreich verbessern wollen. Wir sind über alle weiteren Hinweise über NGOs und engagierte Privatinitiativen dankbar.
Kontakt: fm4@orf.at. Weitere Informationen auf fm4.orf.at/refugeeswelcome
Zumindest seit gestern dürfte das Kühlfahrzeug in einer Pannenbucht der Ostautobahn abgestellt gewesen sein. Mehr dazu auch auf orf.at.
Wir haben deshalb das Thema von FM4 Unter Palmen dem traurigen Anlass entsprechend geändert und Roland Gratzer und Hannes Duscher haben sich eine Stunde lang mit euch über die österreichische Flüchtlingspolitik unterhalten.
Innenministerin Mikl-Leitner zeigte sich betroffen, kündigte aber gleichzeitig auch umgehend verstärkte Kontrollen in internationalen Zügen und im grenznahen Raum an. "Wichtig ist uns auch, dass so rasch als möglich die gesetzlichen Änderungen im Kampf gegen Schlepper vorgenommen werden."
Bundespräsident Heinz Fischer, der auf der heute in Wien stattfindenden Westbalkankonferenz zu einer Trauerminute aufgerufen hatte, forderte ein grundsätzlicheres Angehen des Problemes: "Aber am wichtigsten ist die Ursache für solche Flüchtlingsbewegungen so weit wie möglich einzudämmen", sagte der Bundespräsident. Mit allen Mitteln müsse sichergestellt werden, "dass es aufhört, dass gebombt wird, mit Panzern auf Dörfer geschossen wird, dass Menschen umgebracht und Frauen vergewaltigt werden. Das ist eine Aufgabe der internationalen Gemeinschaft", meinte Fischer.
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APA
Wie lang genau das Fahrzeug mit den Flüchtlingen bereits auf der A4 abgestellt war ist noch nicht ganz klar. Man sei heute um 11.30 Uhr von Kollegen der Autobahninspektion Parndorf verständigt worden, so Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil. Entdeckt wurde der Lkw demnach von einem Mitarbeiter der Asfinag. Dieser war an der A4 mit Mäharbeiten beschäftigt, als er auf das Fahrzeug aufmerksam wurde. Noch könne man auch keine Angaben machen, woran und wann genau die Flüchtlinge im Lkw gestorben sind.
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