Erstellt am: 16. 10. 2013 - 19:04 Uhr
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Auf vielen Websites gibt es Share-Buttons, um Beiträge oder Artikel auf Twitter, Facebook, Google+ oder anderen sozialen Netzwerken zu teilen. Diese von den jeweiligen Netzwerken zur Verfügung gestellten Funktionen ermöglichen das Weiterempfehlen von Inhalten mit einem einfachen Klick.
Allerdings werden durch diese Buttons schon beim Laden der Seite und ohne Zutun der Anwender Daten an das jeweilige Netzwerk gesendet. Das ist aus Datenschutz-Sicht bedenklich, weil die User nicht hinreichend darüber informiert werden, wie und welche Daten übermittelt werden und wie sie von den jeweiligen Betreiber ausgewertet werden.
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Die Daten werden dabei schon beim Laden des Artikel übermittelt und enthalten unter anderem den URL der gerade geladenen Seite, die Kennung des Browsers, ein Cookie und die IP-Adresse des verwendeten Gerätes.
Ist man etwa zeitgleich bei Facebook eingeloggt, kann der Besuch dem eigenen Konto direkt zugeordnet werden. Unter Umständen funktioniert das sogar, wenn man nicht eingeloggt ist. Facebook & Co können so komplette Surfprofile ihrer Nutzer erstellen.
Die beschriebenen "unsichtbaren" Datenübertragungen sind mit den Anforderungen und Vorstellungen des ORF und FM4 bezüglich Privatsphäre und Datenschutz nicht vereinbar. Der ORF und FM4 stellen sich damit in eine Reihe mit anderen Medienunternehmen im deutschen Sprachraum (etwa die ARD und einige ihrer Landesanstalten, der Heise-Verlag etc.), die ähnliche Bedenken hegen. Diese haben auf ihren Websites bereits verschiedene Verfahren implementiert, die das Teilen und Weiterempfehlen ohne automatische und unsichtbare Datensammlung ermöglichen.
Zwei Klicks für den Datenschutz

Radio FM4
Das von uns angewandte Verfahren wurde ursprünglich vom Heise Verlag enwickelt und ist folgendermaßen adaptiert:
Unter den Artikeln gibt es eine Leiste mit Share-Buttons für Facebook, Twitter und Google+, die von ORF.at selbst gestaltet sind. Die Buttons sind beim Laden der Seite noch nicht aktiv und übertragen deshalb keine Daten.
Beim Überfahren der Leiste erscheint ein Datenschutzhinweis. Mit einem Klick werden die Original-Buttons von Facebook, Twitter und Google+ aktiviert. Erst zu diesem Zeitpunkt erfolgt eine Datenübertragung, allerdings nicht ohne Wissen und Zutun der NutzerInnen
Ein weiterer Klick auf den nun sichtbar gemachten Originalbutton übermittelt die Empfehlung an das jeweilige Netzwerk bzw. Nutzerprofil.