Standort: fm4.ORF.at / Meldung: "The daily Blumenau. Friday Edition, 31-03-17. "

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

31. 3. 2017 - 17:27

The daily Blumenau. Friday Edition, 31-03-17.

Niedere Toleranzschwellen ausstellen. Junge mit struktureller Gewalt bändigen. Abstrafen über Kompromiss-Suche, Verwaltung über Engagement stellen. Die Grünen spielen mit ihrem Rest-Kredit.

#nachwuchspolitik

The daily blumenau hat im Oktober 2013 die bisherige Journal-Reihe (die es davor auch 2003, '05, '07, 2009 und 2011 gab) abgelöst und bietet Einträge zu diesen Themenfeldern.

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Hier ein Überblick worum es an sich geht.

Über die Trennung, mit Video. Zum Rauswurf, auch mit Video.

Grüne wollen neue Jugend aufbauen. Junge Grüne suchen neue Wege.

Zum ersten und letzten Gespräch Glawischnig & Junge Grüne.

Heutige Nachlese von Petrik.

Noch bis Dienstag Mittag online: Die Grünen streiten mit Parteijugend

Es passiert nicht jeden Tag, dass eine Partei ihre Jugendorganisation rauswirft. Schon gar nicht in Österreich.

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Diesen ungewöhnliche Vorgang gilt es aus zwei Aspekten abzuhandeln:

Zum einen sind alle politisch Interessierten und vor allem alle Grün-Bewegten sehr gut beraten, den genauen Ablauf, das Warum/Wieso, die Ursachen & Gründe zu erkunden und vor allem das Eskalations-Szenario zu analysieren. Denn nur die Kenntnis wie es zu einer derart verfahrenen Situation (samt worst-case-Lösung) kommen konnte, verhindert derlei künftig.

Zum anderen ist es für alle politisch Interessierten (auch die Grün-Bewegten) sich jenseits der Wadlbeißerei/Rechthaberei und der Nabelschau wichtig die (möglichen bis wahrscheinlichen) Folgen der Aktion durchzudenken.

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Ich will mich mit dem zweiten Punkt beschäftigen. Auch weil es für die Konsequenzen dieses doch recht einmaligen Vorfalls ziemlich egal ist, wer legistisch, moralisch, historisch oder sonstwie im Recht ist, wer angefangen und wer provoziert hat.

Fakt ist, dass bei einem Streit zwischen Mutter- und Jugend-Organisation keine Augenhöhe existiert. Ein solcher Konflikt läuft immer auf einer schiefen Ebene; nicht nur wegen fehlender machtpolitischer oder juristischer Erfahrung, sondern vor allem wegen der Verteilung von Geldern und Infrastruktur.
Die Mutter-Organisation kann ihre Unter-Organisationen mit dem Entzug der Ressourcen jederzeit arbeitsunfähig machen. Umgekehrt erschöpft sich die Macht der Jugend-Organisationen in frechen Bemerkungen und pointiertem Aktivismus, der im Optimalfall von einer breiten Basis getragen wird.

Wir haben es also mit keinem Streitfall unter gleichberechtigten Partnern, sondern einem innerfamiliären, von klaren Machtverhältnissen getragenen Zwist zu tun. Das sind Abläufe, die wir alle, aktiv oder passiv, aus unseren Kernfamilien oder jenen, die wir vielleicht selber gründen, kennen.

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Im vorliegenden Fall hat die Mutter dem auf Abwegen geratenen Kinde mit Taschengeldentzug & Hausarrest gedroht und auch so etwas wie einen selbstauferlegten Maulkorb verlangt, weil die kleine Krätzn gemein zu einem anderen Geschwisterl war und deppert über die Mama geredet hat. Nachdem der Nachwuchs sich - angesichts der Schwere der angekündigten Strafe - ein wenig zusammengerissen hatte und Bereitschaft zum Braversein demonstrierte, aber in einzelnen (natürlich den entscheidenden) Fragen noch eine Gesprächsrunde wollte, stellte die Mutter dem Kind die Koffer vor die Tür. Unterhalt gibt's keinen, ins alte Zimmer kommt ein neues Kind; und tschüss.

Man sieht: auf den Alltag runtergebrochen ist der Rauswurf emotional nicht vorstellbar. Kein Elternteil, der seine Aufgabe ernst nimmt, würde das so machen. "Es gibt immer eine Lösung" - das ist das allerwichtigste familiäre Credo, das Grundvertrauen, mit dem das Kind ausgestattet werden muss, um ein psychisch gesundes Leben führen zu können.

Um wieder in die politische Debatte zu kommen: im Umgang mit dem Nachwuchs (dessen erste und nobelste Aufgabe es ist, Unangenehmes anzusprechen, renitent zu sein, mehr zu fordern, als möglich ist etc.) zeigt sich die demokratische Reife einer Bewegung: je autoritärer, desto weniger lange Leine für die Jungen; je nationaler und populistischer, also verlogener der Umgang mit dem Wahlvolk ist, desto kaputter auch die Beziehung zu den Nachrückern.

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Jetzt ist doch ein historischer Einschub nötig: die Beziehung der österreichischen Grünen zu ihren Jugendorgas ist seit geraumer Zeit eine speziell Gestörte. Die Jungen Grünen sind (seit 2011) die Nachfolge-Organisation der Grün-Alternativen Jugend, deren Ende von der Mutter-Partei bewusst herbeigeführt wurde, weil sie zunehmend schlechter kontrollierbar war. Die ehemalige ÖH-Vorsitzende Janine Wulz bringt das/die damalige Entsetzen/Enttäuschung in einem Facebook-Posting von gestern gut auf den atmosphärischen Punkt.

Auch das Verhältnis der Grünen Partei zur Studenten-Organisation GRAS ist historisch mehr als durchwachsen, war oft erstaunlich frostig. Ich erinnere mich sehr gut an die Eiseskälte, die den Raum durchwehte, als Eva Glawischnig den grünen Wahlsiegern (03/05) ihren Besuch abstattete. Und wenn Flora Petrik angesichts ihres gestrigen Abend-Termins bei der Parteichefin schreibt, dass es sich dabei um ihren "ersten (und wahrscheinlich letzten) Termin mit Eva Glawischnig!" handelt, dann rinnt mir wieder der kalte Schauer über den Rücken. Eine Parteichefin, die noch nie einen Termin mit ihrer Jugendchefin hatte? Und dann auch noch bereits vor diesem Treffen über ihr Schicksal entscheidet. Hier lauert ein tiefgreifendes Problem, das eine Therapie erfordert, will die Mutterpartei nicht in ein paar Jahren wieder in denselben Gatsch greifen.

5

Fazit: sofern sich eine Parteijugend nicht eines Kapitalverbrechens oder des kollektiven Überlaufens schuldig macht und sich von sich aus entfernt/auszieht, obliegt es der Mutterpartei jegliche Zwistigkeiten zu managen.
Als der klügere Nachgebende, als verantwortungsvoller Elternteil, als weiterblickender Konsequenzen-Einschätzer, als Verteiler von Geldern und Ressourcen.
Und zwar immer.
Sein Kind auf die Straße zu setzen und anzukündigen, sich ein Neues aufbauen/besorgen zu wollen - das erinnert mich an die scheußliche Heimkehr von Alex in "A Clockwork Orange": in seinem Zimmer lebt ein neuer "Sohn", der ihn, den jetzt Wehrlosen, zur Freude seiner Mutter wieder rausprügelt.

6

Abgesehen davon: was bleibt im emotionalen Gedächtnis, was bleibt gefühlt über, von dieser Aktion? In der Menge, jenseits jener (weniger), die sich mit den in Punkt 1 beschriebenen Hintergründen beschäftigt haben und zu einer Wertung gekommen sind, also ihre Ratio über einen in weiten Teilen emotional aufpoppendem Fall breiten konnten.

1) Das Gefühl einer herzlosen Aktion beigewohnt zu haben, der Bestrafung eines Kleinen und Schwachen. Wie wenn man zuschauen muss, wenn ein Kind verdroschen wird, das es - per Akklamation - "eh verdient" hat.
2) Das Gefühl, dass sich ein Erwachsener nur mit Mitteln struktureller Gewalt durchsetzen kann, autoritäre Erziehung, Gott-Kupfer-Rohrstaberl. Das Versagen politischer Mittel, die praktische Abkehr von dem, was man politisch und ideologisch vertritt: Suche nach einem Kompromiss, Zusammenkommen durch Reden, Gesprächskultur, Minderheitenschutz etc. Höchstes Gut in allen grünen Sonntagsreden. Im internen Umgang aber ungültig.
3) Das Gefühl, es mit einer kalt kalkulierenden Machtelite zu tun zu haben, die sich auf Beschlüsse und Absprachen zurückzieht und eine niedrige Toleranzschwelle hat; schnell und rabiatperlig zum Äußersten greift.

Toleranz, Kompromiss, Eintreten für die Schwachen... alles grüne Kernthemen, im vorliegenden, konkreten Fall mit Füßen getreten.
Selbst wenn die Sachzwänge hoch, die Geduldsfäden lang und die jungen Ansinnen schwachsinnig waren - die emotionale (und selbstbeschädigende) Botschaft wird diese Sachthemen überlagern und überleben.

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Das, was die grüne Bewegung am Nachhaltigsten schwächen wird, ist allerdings etwas noch viel Spezifischeres, im Konflikt interessant Unterbeachtetes. Und das, obwohl die Jungen Grünen in praktisch jeder Stellungnahme drauf hingewiesen haben. Mit dem Rauswurf hat sich der Parteivorstand indirekt für die pragmatische Verwaltbarkeit ausgesprochen und gegen die nur in geringerem Umfang kontrollierbare Freiwilligenarbeit. Die Jungen können auf eine durchaus ins Gewicht fallende ehrenamtlich agierende Basis verweisen, auf Aktivisten, die sich einer Sache verschrieben haben und sich dafür einsetzen; Gutmenschen-Speerspitzen. Im sichtbaren Bereich.

Die Partei und die aktuell eng an die Kandare genommene GRAS hingegen verbreiten den öffentlichen Eindruck eines bestenfalls solide verwalteten Bereichs. Eines Bereichs, der seit dem inhaltlichen Wischi-Waschi-Präsidentenwahlkampf keinerlei ideologische Komponente aufweist, nur das Bestehende sichert, nichts Visionäres hat, seit Jahren im inhaltlichen Dispo, auf Restkredit lebt.

Als Flora Petrik in den letzten Tagen immer wieder von der Hoffnung parteiinterner Demokratisierung gesprochen hat, dann klang das nach Gezi und Tahrir, hatte Kraft und Hoffnung - völlig unabhängig von seinem Wahrheitsgehalt. Um den geht es nicht: Politik vermittelt sich in erster Linie über Emotionen. Und eine Reaktion wie die des grünen Vorstands repräsentiert blanke Kälte und Erstarrung, elitäre Exekution.

Es geht nicht darum, dass die Grünen, wie Doron Rabinovici es sagt, "hier öffentlich sehr ungeschickt kommunizierten". Ja, das auch (und zum wiederholten Male). Aber: die Anwendung struktureller Gewalt lässt sich nicht "geschickt" kommunizieren. Ja, von Herrn Kickl, würde es die junge F betreffen - und da wäre ein solcher harter Akt auch ideologisch nachvollziehbar. Einer grünen Bewegung steht dies aber nicht zu.

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  • antoinedionel | vor 81 Tagen, 22 Stunden, 26 Minuten

    Wo Martin grundsätzlich irrt

    Nur Rechte gehen gnadenlos gegen parteiinterne Abweichler vor. In dieser Aussage mündet dieser Kommentar der darüber hinaus einige bedenkenswere Ansätze enthält. Und genau das ist sein Kardinalfehler. Denn er unterschläg die
    autoritären Strömungen die es auch auf linker Seite gibt, und die in der extremsten Ausbildung für abermillionen
    Tote verantwortlich ist. Und unsere Grünen haben sehr wohl in stark sektiererishe intolerante Seite die immer mehr die Oberhand gewinnt.
    Man denke an die Demontage von Dönmez oder an das Sprechverbot für Ceipek(Leiter der Drehscheibe Wien).

    Diese Entwicklung ist ein Hauptgrund, weshalb sie mich der ein Stammwähler war, verloren haben.

    Auf dieses Posting antworten
    • chillamalheast | vor 81 Tagen, 20 Stunden, 54 Minuten

      und weswegen VDB smarterweise indie wurde
      niemand will autokratische bobos an der macht
      es gibt schon die originale

    • chillamalheast | vor 81 Tagen, 20 Stunden, 49 Minuten

      es gibt schon die originale in rot und schwarz*

      wozu dasselbe in grün

  • zarniwoop | vor 82 Tagen, 19 Stunden,

    Fassen wir es doch einmal kurz zusammen:

    Ein paar "niedere" Mitglieder haben es gewagt, ein "oberes" Mitglied zu kritisieren.
    Bzw.: Die Jugend war nicht willfährig.
    Daraufhin hat "Oben" reagiert, wie es in diesen Kreisen üblich ist: die drakonischste aller möglichen Strafen verhängt.
    Ist das jetzt eher "rechte" oder eher "linke" Politik?

    Auf dieses Posting antworten
  • kato | vor 83 Tagen, 19 Stunden, 59 Minuten

    völlig unabhängig von seinem Wahrheitsgehalt trifft es

    Wenn man sich die Pressekonferenz oder das ZiB-Interview mit Flora Petrik anschaut, wird schnell klar, dass man es hier nicht mit einem renitenten teenager zu tun hat, sondern mit einem top ausgebildeten politprofi, der das geschäft schon mit der muttermilch aufgesaugt hat. wie petrik ihre message setzt, fließend zwischen machtposition und hilfloser opferrolle wechselt, da hätte sich selbst jörg haider noch was abschauen können. auch die von wulz angesprochene "hochriskante" feindliche übernahme der gras ist ein machiavellistischer schachzug mit hohem potential, und ganz klar sieht sie in den jungen grünen das, was die gewerkschaft in der spö oder der bauernbund in der övp ist: nämlich einen echten powerplayer, speziell bei der wählermobilisierung. egal wie die geschichte ausgeht, petrik hat ihren ersten großen karriereschritt gesetzt. glawischnigs grüne werden bei den nächsten wahl durchs kern/strache-kanzlerduell fix aufgerieben. dann stehen petrik wieder alle türen offen und es wird sich schon wer finden, der die 160000€ abbezahlt. ich prophezeie mal, flora petrik wird noch vor ihrem 40. geburtstag bundessprecherin.

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    • dent | vor 82 Tagen, 2 Stunden, 19 Minuten

      Völlig richtig erkannt! Und nicht nur Petrik, sondern die ganze Riege hinter ihr. Ich würde ja eher drauf setzen, dass der Mann in der zweiten Reihe der Chef wird. https://www.flickr.com/photos/junge-gruene/sets/72157669839414660/

    • chillamalheast | vor 81 Tagen, 21 Stunden, 41 Minuten

      dürfen hier die praktikanten der grünen führunsgsspitze ihre begrifflichkeiten und das was sie langsam und schleichend tötet, nämlich ihre kritikressistenz, üben? da wird tatsächlich den jungen grünen bzw der basisdemokratischen-fraktion der GRAS etwas vorgeworfen. so weit von der realität und jedwedem kausalitätsprinzip ist man also entfernt,man befindet sich wirklich nurmehr in der eigenen NLP- und code-bubble haha...
      da stinkt sowohl der basisdemokratische als auch der ansatz des konsenzprinzips durch, denn beide haben den umgang mit dem virtuellen kollektiven bewusstsein nie gelernt UND BEKOMMEN NOCH IMMER DIE PANIK WEGEN FAAACEBOOK POSTINGS LOL..um nichts anderes geht es hier ursprünglich. die pedantik des biedermaierschen kritikressistenten narzistischen schnösels omg
      https://en.wikipedia.org/wiki/Virtual_collective_consciousness

      je verzweifelter ihr euch "präsidentschaftlicher aka regierungsfähiger" mit art of war, gametheory, "blackswanig", NLP undco präsentiert desto mehr verratet ihr euer ursprüngliches image der lamen wirtschaftskonservativen hippie-peter-lustig-spießbürger. wieso ist VDB sonst ausgetreten?vl weil er smart ist?

      genau wie die fpö btw und ihr sich entfernender bezug zur workingclass mit döblinger spießbürger burschi pedantik.

      ihr beide seit nur ein rülpser der geschichte im historischen zyklus von krisen.
      wenn man sich den EU-vertrag von lissabon anschaut und die neuen anstrengungen der EU dann wird klar dass bei uns über kurz oder...

    • chillamalheast | vor 81 Tagen, 21 Stunden, 41 Minuten

      lang auch ein dualistisches 2 parteien system implementiert wird(das ist auch zizeks einschätzung)
      und da werden die roten und schwarzen falken hineinstechen und von euch oppositionellen nur ein paar die brav waren mitnehmen..

      wenn ihr nichtmal miteinander auf facebook reden könnt aufgrund überforderter virtueller gefühligkeiten

      WIE WOLLT IHR MIT DEM VOLK ÜBER ANSCHLUSSKOMMUNIKATION REDEN WENN SOFORT VERKLAGT GESPERRT UND AUS DEM CLUB GEKICKT WIRD?

      reisst euch zusammen
      ihr seit schuld für die entfremdung ihr seit schuld dass der bauer esoterische ultranationale wählt
      wohin werden die pröll und pühringer wäher wandern? zur hippie BLP greenpeace partei?!? denkt nach es wird entscheident. nehmt euch zurück

    • chillamalheast | vor 81 Tagen, 21 Stunden, 29 Minuten

      es war für die 2te republik nie entscheidenter dass die alte ordnung "rot schwarz" zurückkommt
      wenn man jetzt den vormaligen övp wähler mit pedantischer PC culture und strikten codes und emotinal measuring zwingt blau zu wählen(sie sind dumm also formt sie verdammtnochmal)

      es gab in der geschichte des westlichen wahlkampfes keinen LÄCHERLICHEREN KEINEN DÜMMEREN KEINEN GRINDIGEREN UNWÄHLBAREN KANDIDATEN ALS DONALD TRUMP
      niemand mochte ihn alle lachten über ihn

      aber die PC kulture und pedantische künstliches hillary embodiment(das rauskicken von bernie, der typ mit dem peoples movement statt datamining agentur mircotargeting shit!) und codes haben es geschafft ihn an die macht zu lassen

      nehmt kritik ernst
      nehmt warnungen aus übersee ernst

  • dent | vor 84 Tagen, 1 Stunde, 22 Minuten

    Also den Kommentar find ich jetzt ziemlich enttaäuschend, weil er einfach den Medien-Stunt der Jungen Grünen reproduziert. Wo bleibt der Blumenau, der auch grad den Jungen gegenüber kritisch ist? Die Jungen Grünen sind ja vorallem gegen andere Junge vorgegangen und nicht so sehr gegen die Älteren. Der "Generationenkonflikt" ist Teil des Marketingframings auf den alle reingefallen sind (das ist ja der Grund, warum sie die Parteiführung angegriffen haben). Sie wollten wiederholen, was ihnen bei der Auflösung der GAJ schon gelungen ist, die sie ja defakto übernommen haben (dass du das als gut informierter Journalist nicht erwähnst bei Kenntnis der Länge des Konfliktes find ich jetzt nicht nachvollziehbar). Sie wollten also die GRAS übernehmen, weil sie als Studentenfraktion von der Partei unabhängige Strukturen (Räume, Gelder, Gratisausbildungen etc.) vorfinden und nach Übernahme der GRAS als nächstes die Grüne Bildungswerkstätten zu übernehmen. Viele der handelnden Personen und Berater im Hintergrund sind schon lange bei den Grünen aktiv. Daraus einen Generationskonflikt zu bauen muss natürlich das Ziel einer guten Marketingaktion sein, weil man damit die Öffentlichkeit gewinnen kann (jung=lieb und unbedarft, die dürfen das). Mit einer von den Rechten abgeschauten Single-Issue-Politik (das Konsensprinzip) gewann...

    Auf dieses Posting antworten
    • dent | vor 84 Tagen, 1 Stunde, 18 Minuten

      gewannen sie große Teile der Öffentlichkeit für sich (Konsensprinzip ist so esoterisch, dass das keiner versteht und überhaupt ist das undemokratisch) und es gelang ihnen dabei gut, vorhandene anti-intellektuelle Ressentiments für sich zu nützen. So gut, dass auch Du dabei abgeholt werden kannst.

    • chillamalheast | vor 84 Tagen, 31 Minuten

      das wort anti-intellektuell ist irgendwo eine narzistische metarepräsentation von konservativen bobos geworden die den kontakt zur masse verloren haben.seit upspeak reden nurmehr kleinbürgerlich schnösel wie biedermaier aus dem 19ten jahrhundert und kreative wie sie wollen
      http://matrix.berkeley.edu/research/whats-upspeak

      ansonsten zeitweiliger konsenz. die grünen stellen nun mehr oder weniger den präsidenten. d.h es ist ihre chance als "seriöses regierendes establishment" zu wirken und dementsprechende agendasettings und spins zu setzen.

      ob inszeniert oder nicht ist zunächst egal.
      denn selbst im falle einer inszenierung zieht der shitstorm automatisch die "uneingeweihten" mit und provoziert debatten in der echochamber zur neudefinierung

      jetzt ist die phase wo sich die linke neu formieren muss um sich der zeit anzupassen ohne sich in den dogmatischen ketten eines confirmation-bias-wahlkampfes zu befinden... indem man blinde zusammengehörigkeit fürs wählbare image zeigen musste.

      hillary sollte die größte warnung sein die mit aller deutlichkeit zeigt dass pedantische PC-culture als stumpfe kampfrhetorik kein wahlkampf mittel mehr ist.
      man kann damit perverse arbeitskollegen im zaum halten die zu deppat reden und unprofessionel am arbeitsplatz agieren.dafür ist es da. für den codex am arbeitsplatz(auch dort oft als negatives machtmittel missbraucht. aber unternehmen brauchen nunmal einen codex)

      die gesellschaft hingegen hat verdammtnochmal kein bock auf...

    • chillamalheast | vor 84 Tagen, 31 Minuten

      sprachliche normen und grassroots aktivisten die mit pegida nur brunzdeppate countertriggernde sich gegenseitig mit shitstorms ernährende quotengeile stumpfe dualistische dichotomien bilden

    • softmachine | vor 83 Tagen, 22 Stunden, 41 Minuten

      @dent: darum geht es b. ja nicht. auch nicht an kritik an den jungen grünen.es geht darum dass so eine kritik familiär-intern besprochen wird, ein diskurs geführt, gemeinsam gestritten und nach lösungen gesucht wird. anscheinend scheinst auch du die tragweite dieser einbahnkommunikation nicht zu realisieren. glawischnigg und die anderen verantwortlichen haben sich als basisdemokratische, linke, junge (?) bewegung komplett entzaubert und zerstört, die grünen stehen als autoritäre, machtautistische, autokratische funktionärstruppe da und sind somit für zigtausende unwählbar geworden.glawischnigg und co haben der partei zigmal mehr geschadet, als dies renitente junge grüne je gekonnt hätten. aus dem GRAS konflikt wurde verbrannte erde und die schaut bekanntlich ziemlich schwarz aus.

    • dent | vor 82 Tagen, 2 Stunden, 25 Minuten

      @softmachine. Das Ergebnis ist so offensichtlich falsch und schädlich für die Grünen, dass es lohnenswert ist, genauer hinzuschauen wie es dazu gekommen ist. Gerade von jemanden wie Martin Blumenau, der gerne ergebnisorientierten Sport-Journalismus kritisiert, erwarte ich mir eine Analyse der Polit-Strategien (und seien sie noch so dämlich) und keine ärgerlichen Erregung über das Ergebnis, welche noch dazu die Jungen Grünen in ihrer Opferhaltung bestätigt. Es waren jedoch die Jungen Grünen, die den Konflikt mit aller Gewalt an die Öffentlichkeit gezerrt haben, nicht die Parteiführung. Die OTS dazu war grenzwertig. Die Parteiführung hatte in diesen Moment nur wenig Möglichkeiten. Aber natürlich ist es richtig, die Verantwortung dort zu suchen, denn wo werden schlussendlich sonst die wesentlichen Entscheidungen gefällt. Das Versäumnis der Parteiführung liegt aber vorallem darin, den Kontakt zu den Jungen Grünen soweit vernachläßigt zu haben, dass sie nicht hat kommen sehen was da abgeht bei denen. Die von den jungen Grünen gewünschte Ausweitung der Möglichkeiten des politischen Engagements in der Partei ist ja völlig richtig. Die Grünen hatten überhaupt keine Strategie, wie jene Kräfte in die politische Bewegung integriert werden können, die im Zuge des Wahlkampfes von Van der Bellen...

    • dent | vor 82 Tagen, 2 Stunden, 24 Minuten

      aktiviert worden sind. Und ja die grüne Partei wirkt auf Bundesebene alt. Hier hat sich offensichtlich eine Sesselklebermentalität breit gemacht. Deshalb ist auch das Begehren der Jugend auf einflussreiche Posten völlig berechtigt. Aber warum fordern sie da nicht einfach einen fixen Platz im Parlament als Jugendorganisation? Anstatt dessen greifen sie aber eine andere junge Organisation an! Das ist völlig unsolidarisches Verhalten. Und die Art und Weise (Erpressung durch Öffentlichmachung) bösartigste Machttechnik, die hierzulande vorallem von der ÖVP praktiziert wird. Was ich bedenklich finde, ist, dass die Jungen Grünen dieses Vorwurf nicht einmal verstehen können. Denn die Wahl der Methode hat ja nix mit dem Alter zu tun, sondern mit einer politischen Haltung. Deshalb ist der Kurz-Vergleich vom Reimon völlig berechtigt.

  • chillamalheast | vor 84 Tagen, 16 Stunden, 47 Minuten

    das passiert wenn man sich im virtuellen keine dicke haut zulegt und wegen jeder facebook semantik angrührt wird, die staatsmacht undco einschalten will weil man kein trollen oder einfach nur andere meinungen aushält und somit geil auf verstaatlichte zensur wird...

    das perverse ist ja dass ein teil der jungen(genau wie ein teil der grünen spitze) die pedantische fraktion von konservativen behaviouristen darstellt.
    SJWs die in amerika professoren ins gesicht schreien und mit schildern werfen wenn der falsche artikel verwendet wird..

    im allgemeinen werden solche "PC-culture" gruppierungen den linken zugeschrieben obwohl behavioristische und manieristische ansätze immer von der kirche oder aristokratisch-eugenics verwixten konservativen wissenschaftlern kamen...

    alles ein bisl verdreht grad

    Auf dieses Posting antworten
    • chillamalheast | vor 84 Tagen, 16 Stunden, 37 Minuten

      +linke journalistn beschäftigen sich mehr damit wildfremde zu verklagen um damit auf facebook zu posen(klenk lol?)undmit anonymen quellen landeshauptmänner zu exen ..

      satire formate von der angeblichen linken kopieren moneyboy für politisches..kann somit nichtgutehen da es immer ernst gemeint ist,die wirklichkeit sie unweigerlich verschlungen hat und die pedantik durchdringt und wiederum facebook verklagen will

      die linke in Ö verwendet mehr anwälte als fucking donald trump

      lame