Standort: fm4.ORF.at / Meldung: "Gunplay's Wild Life"

Dalia Ahmed

Schaut gern Sachen im Internet und Leute auf der Straße

8. 2. 2017 - 16:20

Gunplay's Wild Life

Es gibt Lyricists, es gibt Conscious Rapper, es gibt kreative Weirdos und dann gibt es die klassischen Hartes-Leben-harte-Texte-harter-Flow-Jungs. Einer davon ist Miamis Gunplay, bei dem der HipHop-Lesekreis genauer hingehört hat.

Noch vor seiner Musikkarriere startet Gunplays kriminelle Laufbahn. Schon als Jugendlicher verkauft er Kokain, später wird er als Zuhälter tätig und schließlich wird er wegen bewaffneter Überfälle und anderer schwerer Delikte mal härter und mal gar nicht belangt, da Zeugen plötzlich nicht mehr aussagen wollen. Einer lebenslangen Haftstrafe entgeht er, nach eigenen Angaben, mit einem Santeria-Zauber.

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Aber da das Hip Hop Game ein sehr verworrenes Business ist, landet Gunplay 2009 relativ weich im Schoß der Maybach Music Group. Das Label seines einstigen Triple C Kollegen Rick Ross aka Rozay aka der Gangsterrapper, der mal Justizvollzugsbeamter war. Die erste Vorauszahlung, die Gunplay erhält, gibt er dann auch stilecht für „Bail, a Lawyer and a Gun“ aus.

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Die Realness, in allem was er tut, ist auch das, was Gunplay auszeichnet. Die Geschichten, die er erzählt sind wohl alle tatsächlich so oder so ähnlich passiert. Da überrascht es auch nicht, dass Rick Ross Gunplay auch gerne mal vorschickt, wann immer es Stress gibt. Wie beispielsweise 2012, als es zu Rangeleien zwischen der G-Unit und der MMG bei den BET Hip Hop Awards kommt.

Doch das ganz harte Leben und Tun hat er nun doch mehr oder weniger hinter sich gelassen. Gunplay arbeitet nun am verflixten zweiten Album, geht Wildschweine jagen und ist in sich gekehrt, um mit den inneren Dämonen zu rangeln.

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