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Gersin Livia Paya

Limonaden-trinkendes, unbändiges Faible für Abenteuer

30. 12. 2016 - 12:13

"No Stranger Place" am Wiener Westbahnhof

Die Foto-Ausstellung zeigt die Geschichten von europäischen Familien, die geflüchtete Menschen zu sich nach Hause aufgenommen haben.

Die Bahnhofshalle als das, was sie ist: ein Begegnungsort. Noch bis zum 9. Jänner findet man am Wiener Westbahnhof Porträtaufnahmen von Menschen in Europa, die Flüchtlinge bei sich zu Hause aufgenommen haben. Eine allein erziehende Mutter in der Nähe von Wien etwa, oder eine kleine Gemeinde in Oberösterreich, bis hin zu einem Paar in Schweden: Wir erhalten Einblicke, wie diese Menschen zu Fluchthelfer_innen wurden und Vertriebene bei der Integration unterstützen.

Richard Pobaschnig

In Kooperation mit der UNO-Flüchtlingsorganisation UNHCR hat der britische Dokumentarfotograf Aubrey Wade die Foto-Serie "No Stranger Place" entwickelt, in der er Familien und Wohngemeinschaften porträtiert. Für diese Ablichtungen von Freundschaft, Solidarität und Vertrauen zwischen Einheimischen und geflüchteten Menschen ist Aubrey nach Schweden, Deutschland und Österreich gereist.

Richard Pobaschnig

Mehr zu den porträtierten Familien findet ihr hier.

Dabei sind elf Fotos entstanden, für die alle Beteiligten lange posieren mussten. Aubrey Wade hat dabei "auf den Moment gewartet, an dem das anfänglich freundliche Lachen zu einem intimen, authentischen und vor allem familiär lockeren Moment wurde, und dann abgedrückt".

Aubrey Wade wurde selbst Zeuge dieser Hilfsbereitschaft und des zivilgesellschaftlichen Engagements, als er nach Berlin zog, zu einer Zeit, als viele geflüchtete Menschen in der Stadt Schutz suchten. Er wollte auch einen Beitrag leisten und festhalten, was ihn umgab. Ersatzfamilien, neuer Lebensmut, neue Freiheit und Freundschaften sind einige der vielen Gefühle, die man wahrnimmt, wenn man über diese Geschichten liest und diese Fotos sieht. Der Fotograf hat vor, in einem Jahr die abgelichteten Familien noch einmal zu besuchen und den Werdegang zu dokumentieren.

Ida Kielmansegg

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