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Elisabeth Scharang

Geschichten über besondere Menschen und Gedankenschrott, der für Freunde bestimmt ist.

26. 10. 2016 - 12:31

"Wir sind mehr als eine Band"

5/8erl in Ehr'n sind zu Gast im FM4 Doppelzimmer.

Das FM4 Doppelzimmer

mit 5/8erl in Ehr'n

am 26. Oktober von 13 bis 15 Uhr auf Radio FM4 und anschließend 7 Tage zum Nachhören.

Sie sind das Gegenstück zu dem Produkt einer marketingdurchzogenen Entertainmentindustrie. 5/8erl in Ehr'n hat sich in einer unkalkulierbaren Welt neuer Medien Beständigkeit aufgebaut: Die Band weiß, dass es ein treues und begeistertes Publikum hat und die Fans wissen, dass die Band sich nichts von erfolgsgetriebenen Managern einreden lässt, sondern alle Entscheidungen selbst trifft. Ja, das geht. Das geht sogar so gut, dass 5/8erl in Ehr'n kompromisslos die Musik macht, an der sie Spaß hat und auch noch ganz gut davon leben kann.

Doppelzimmer

    Bobby und Max sind tiefenentspannt an diesem ruhigen, sonnigen Mittag. Die Frage des Funkhausportiers nach einem Ausweis vermag nur den Anflug eines Schweißausbruchs auszulösen. Ein Ausweis? Ja, es warad wegen der Sicherheit. Ach so, naja. Max hat keinen Ausweis dabei, er hat an diesem Tag wohl nicht damit gerechnet, für eine Sicherheitsbedrohung gehalten zu werden. Auch der Portier ist an diesem Tag milde gestimmt – ja, die E-card tut´s auch. Dann weiß man wenigstens, wozu man SVA zahlt. Wir quetschen uns in den kleinen Lift und lassen uns ganz oben wieder ausspucken.

    Bobby und Max sind beide Sänger der Band, gleichberechtigte Rampensäue also. Wir reden über Konkurrenz auf der Bühne und im Leben und enden beim Familiengedanken. Die Band, laut Selbstdefinition bestehend aus einem schwulen Mann, einem bisexuellen Mann, einer Frau und zwei weißen, heterosexuellen Männern, sieht sich als Kollektiv, als Familie. „Ich bin Miterziehungsberechtigter von den beiden Söhnen von Bobby“, sagt Max, “weil zum Aufziehen von Kindern gehören mehr als ein Mann und eine Frau, dafür braucht es ein ganzes Dorf.“

    Bobby und Max von 5/8erl in Ehr`n

    Pamela Rußmann

    Während Bobby als angehender Teenager Schauspieler werden wollte, zog es Max auf eine andere Bühne: er wollte Pfarrer werden. Was die beiden allerdings verbindet, ist die frühe Liebe zu Peter Alexander. Von dem schwärmen beide in höchsten Tönen, ein Alleskönner, ein Gesangsgott! Aber keine Sorge, die Songliste der beiden für dieses Doppelzimmer, die klingt ganz anders: Sie jagen Hansi Lang mit „Keine Angst“ durch den Äther und lassen Yasmo mit „Das ist kein HipHop folgen“, sie bejubeln Fijuka und fordern uns auf, mit Maja Osojnic unseren Popbegriff zu hinterfragen.

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