Standort: fm4.ORF.at / Meldung: "The daily Blumenau. Wednesday Edition, 28-09-16. "

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

28. 9. 2016 - 16:01

The daily Blumenau. Wednesday Edition, 28-09-16.

In Sachen Sarah Lesch.

#protestsongcontest #systemkritik #instrumentalisierung

The daily blumenau hat im Oktober 2013 die bisherige Journal-Reihe (die es davor auch 2003, '05, '07, 2009 und 2011 gab) abgelöst und bietet Einträge zu diesen Themenfeldern.

Den erwähnten Bonustrack moderiert heute mitternächtens übrigens der bemerkenswerte Kollege Lukas Tagwerker.

Die durch ihren Sieg beim Protestsong-Contest schlagartig bekanntgewordene Sarah Lesch findet sich mit ihrem Stück "Testament" dieser Tage vielbeklatscht in rechtsextremen Social-Media-Kanälen wieder. Missverständnis oder absehbares Debakel - was ist da passiert?

Wenn sich Götter vor Lachen einpullern

Am 12. Februar gewann Sarah Lesch den diesjährigen Protestsong-Contest mit ihrem Stück Testament, bejubelt von Publikum, Ausrichtern und Teilen der Jury, der ich die Ehre hatte wieder anzugehören. Von mir hat "Testament" null Punkte bekommen, weil ich darin nicht mehr als unendlich banale Betroffenheits-Prosa erkennen kann, die mit ihren Forderungen "an uns alle" genau null bedeutet.

Am Mittwoch darauf habe ich im nächtlichen Bonustrack in einer einstündigen intensiven Textanalyse dargelegt, warum ich mit Leschs Testament - und auch mit Bernhard Eders "Es is zum rean" (Stichwort: hoits doch die Goschn!) - große inhaltliche Probleme habe und wo die Problemzonen dieser Lyrics liegen.

Sarah Lesch gewinnt den PSC16

Christian Stipkovits, Radio FM4

Im Fall Lesch kommen zu den aus anderer linksalternativer Betroffenheitslyrik bekannten öden Phrasen über ach so bessere/klügere Kinder, eine überall lauernde böse Verführung, der "wir" wehrlos ausgesetzt sind, den Einheitsbrei und ein gesichtsloses System, dem sich das (offenbar willenlose) Individuum nicht entziehen kann, auch noch ein esoterischer Unterton, der eine Götter-Ebene einzieht, "Land und Wasser" beschwört und schlussendlich dazu führt, dass Leschs sicherlich gut gemeinter Text sich auch (und aktuell: vor allem) als perfekter Nährboden für die extreme Rechte eignet, deren Systemkritik (es ist nicht nur die Lügenpresse, sondern der Staat und überhaupt jede Institution, die ihnen Böses wollen), Blut-und-Boden-Ideologie und isolationistisch geprägte "Zurück-zu-alten-Werten"-Denke hier perfekt gespiegelt werden.

Das hat damit zu tun, dass die Systemkritik der alternativen bis radikalen Linken und die der neuen bis extremen Rechten aus den ziemlich selben Ängsten und irrationalen (wie heißt es jetzt so schön: postfaktischen) Projektionen entsteht. Wer - so wie Sarah Lesch - in einer dieser Blasen gefangen ist, hat für die Äquivalente in der anderen (gesellschaftspolitisch komplementären) Blase weder Blick noch Verständnis.

Nun war es jahrzehntelang so, dass diese Milieus auch weitestgehend kontaktfrei geblieben sind, auch weil sich ihre Ausspielwege, ihre Ansprache und ihr Publikum drastisch unterschieden. Damit ist es - seit kurzem, seit ein, zwei Jahren - aber vorbei. Aktuell kann sich alles mit allem mischen, über Social Media, Gemeinsamkeiten in diffuser Systemkritik und eine von links ebenso wie rechts leicht begehbaren, an völkische Traditionen anknüpfende Schwurbel-Esoterik. Und so ist es nur eine Frage der Logik und der Zeit, dass sich die neue deutsche extreme Rechte (AfD, Pediga etc.) der Lesch'schen Lyrik bedienen würde.

Das war mein öffentlich geäußerter Grundgedanke im Februar 2016, der auf die entsprechende Ablehnung bei jenen stieß, die sich in "Testament" so gut verstanden und aufgehoben fühlten, dass sie eine Instrumentalisierung "der anderen" für unmöglich gehalten hätten. Danach folgten millionenfache Zugriffe auf das Siegerstück, die trügerische Hoffnung auf eine Koalition der guten Kräfte, ganz als ob wir immer noch in den 70ern leben würden. Auch das: unendlich naiv und töricht.

Ich habe mich dann nicht weiter damit beschäftigt, auch nicht mit der Person Sarah Lesch oder ihrem restlichen Werk. Ich hätte mich auch nicht zu "Testament" geäußert, wäre es nicht über ein relevantes Forum (den PSC eben, der mich noch dazu persönlich/direkt etwas angeht) in den Fokus geraten. Mir ging es immer um dieses eine Stück und seine Wirkung.

Dann war lange Ruhe.
Bis kürzlich (und das war seit dem Februar nie der Fall) Hörerwünsche auftauchten, für die FM4-Sendung Zimmerservice, was womöglich mit anstehenden Österreich-Konzerten (am Freitag im Wiener Rabenhof, danach noch in Pinggau/Stmk) zu tun hat. In diesem Zusammenhang habe ich meine seit Februar unveränderte Kritik an "Testament" wiederholt und die Wunschabspielung für mich (andere bei FM4 sehen das anders) verweigert.

Nach der zweiten Wunsch-Verweigerung am letzten Sonntag kam eine (1) Reaktion, ein Mail, in dem von der Instrumentalisierung des Lesch-Stückes von rechtsextremen, rassistischen Plattformen die Rede war, und dass es irgendwie gemein wäre, da auch noch nachzuhaken, weil man damit einen Rufmord befördern würde. Interessanterweise wusste ich von diesen Vorkommnissen bis dorthin gar nicht, ich hatte (mangels Interesse) keinen Google-Alert gesetzt. Ich hatte exakt das wiederholt, was ich bereits im Februar geäußert hatte.

Es erfüllt mich auch nicht mit Befriedigung, dass genau das, was ich vorhergesagt/befürchtet hatte, eingetreten ist, nämlich die gezielte Bemächtigung durch eine extreme Gruppierung wie die German Defense League.
Grauslich bleibt grauslich.
Nur: Das ist mit Ansage und Anlauf passiert. Dass genau so etwas geschieht, war mit einer Wahrscheinlichkeit von 99% (ich hab gestern in einem anderen Zusammenhang was über die Gauß'sche Normalverteilung gelernt...) vorhersehbar.

Der Testament-Text trifft mitten hinein ins (armselige) Lebensgefühl einer vom "System" verfolgten, völkisch denkenden, xenophoben, isolationistischen Bevölkerungsgruppe der Abgehängten, Prekären und Gefährdeten, vor allem im deutschen Osten. Exakt und direkt.

Und jeder und jede, der/die diesen Text für unangreifbar, uninterpretierbar, links und revolutionär oder sonstwie klar hält, sollte sich spätestens jetzt mit seiner/ihrer Grundposition auseinandersetzen. Und sie auf den völkisch-rechtsextremen Anteil in sich selber abklopfen.

Schuld an all dem ist nicht die Frau Lesch, die mir eben eine freundlich-neutrale Facebook-Nachricht geschrieben hat. Sie hat eine authentische Befindlichkeit geäußert, ihr Job als Liedermacherin ist es nicht darüber nachzudenken, wer sich noch damit identifizieren könnte, und was ein Text auslösen kann. Ihr kann ich maximal hochgradige Naivität und Scheuklappigkeit innerhalb ihrer Blase vorwerfen; und das ist etwas, was in Zeiten wie diesen auch immer wieder Teil jeder halbwegs ehrlichen Selbstanalyse sein sollte.

Schuld am aktuellen Pallawatsch sind jene, die ihr Stück hochgejubelt haben, ohne über die Implikationen nachzudenken, und - weil ich nicht in die logische Falle "wir alle" tappen werde - da vor allem jene, die über die intellektuelle Kapazität verfügen würden, das zu tun, es aber aus Faulheit, wegen Leschs schöner Frisur und einnehmender Persönlichkeit oder aus Betriebsblindheit unterlassen haben.

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  • volin | vor 376 Tagen, 11 Stunden, 47 Minuten

    Auf dem rechten Auge blind?

    Haallooohhh! In der Ukraine beschiessen Hakenkreuzsoldaten unter der Patronage der USA und Europas Städte mit Artillerie, eine rechtsradikale "Kampfpilotin" spricht vor dem Europarat, un Ihr echeufiert euch über das Lied eines bildhübschen, vielleicht etwas naiven Mädcens, das das Herz am linken Fleck hat? Gehts noch? Was ist mit Euch allen los? Ist bald wieder 38´? 84´haben Wir ja leider schon!

    Auf dieses Posting antworten
    • keyserkeli | vor 372 Tagen, 23 Stunden, 16 Minuten

      halllooohhhhh!

      wenn du russia today konsumierst setz deinen aluhut auf, dann tut es nicht so weh.

    • volin | vor 372 Tagen, 8 Stunden, 20 Minuten

      Typischer Spruch eines braven hirngewaschenen Bürgers: "alle die nicht Linientreu sind, sind unsere Feinde!" Ganz so wie in der DDR oder in Nordkorea.

    • keyserkeli | vor 372 Tagen, 2 Stunden, 17 Minuten

      ist deine paranoia jetzt lechts oder rinks?
      lauern die bösen faschisten jetzt schon in nordkorea?

    • volin | vor 371 Tagen, 9 Stunden, 42 Minuten

      Nein, aber in der Ukraine.

    • keyserkeli | vor 370 Tagen, 21 Stunden, 34 Minuten

      in der nato- gesteuerten ukraine lauern die russen meuchelnden faschisten von europas gnaden.
      halloh, halloh und wir debattieren hier rechtsruck, postdemokratie und faktenresistenz, wo die lösung doch so einfach ist: vladimir, wir lieben dir und alles wird gut!

    • keyserkeli | vor 370 Tagen, 21 Stunden, 19 Minuten

      vorallem das postfaktische zeitalter müsste mit dir verstärkt diskutiert werden.
      ich weiss aber natürlich, dass du einem von der systempresse gehirngewaschenen ohnehin nichts glauben würdest.
      aber halloh, sinnlos.

    • volin | vor 370 Tagen, 11 Stunden, 44 Minuten

      "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!" Ihr Gehirngewaschenen seit schon bedenklich drauf.
      Man darf also eurer Meinung nach die Medien nicht in frage stellen?

    • keyserkeli | vor 369 Tagen, 23 Stunden, 45 Minuten

      QED

    • keyserkeli | vor 369 Tagen, 23 Stunden, 41 Minuten

      du kannst hier alles in frage stellen und anzweifeln, das schlimmste was dir passieren kann ist, dass du nicht für voll genommen wirst, du karikatur.

      ganz im gegensatz zu russland oder der türkei.

    • volin | vor 369 Tagen, 13 Stunden, 16 Minuten

      Es hat sich seit 1938 nichts verändert. Ihr werdet wohl nie aussterben. Schade das Ihr unsere schöne Welt zerstört. Wir könnten es so fein haben aif diesen Planeten ohne diese obrigkeitshörigen Spasten mit autorithärer Persönlichkeitsstruktur.

    • keyserkeli | vor 369 Tagen, 10 Stunden, 45 Minuten

      stellt sich nur die frage, auf welchem planeten du lebst.

  • keyserkeli | vor 379 Tagen, 20 Stunden, 57 Minuten

    Meine Stimme gegen dein Mobiltelefon
    Meine Fäuste gegen eure Nagelpflegelotion
    Meine Zähne gegen die von Doktor Best und seinem Sohn
    Meine Seele gegen eure sanfte Epilation

    Auf dieses Posting antworten
    • keyserkeli | vor 379 Tagen, 20 Stunden, 53 Minuten

      zum unterschied von 2003 dürften wir es heute tatsächlich mit einer portion esoterik und alte, traditionelle wertehaltung zu tun haben.
      o tempora, o mores!

    • keyserkeli | vor 372 Tagen, 23 Stunden, 18 Minuten

      alter, traditioneller wertehaltung

  • saunabiber | vor 381 Tagen, 14 Stunden, 31 Minuten

    schlecht bewerten

    kann blumanaumann natürlich machen; aber gleich 0 punkte? das wirft in erster linie ein diffuses licht auf den juror.

    Auf dieses Posting antworten
  • navysealciakatzenfan | vor 382 Tagen, 15 Stunden, 49 Minuten

    genau hier wurde ja ein fehlen von politischen statements (post dylan blabla) inder musik angeprangert

    aber zustimmung
    der lesch fehlt es einfach an feuer für eine welle..das is natürlich subjektiv....wenn dann müsste das pharell,action bronson und die thee o sees machen.wenn die gesellschaft gespalten ist kann sie nur emotion zusammenfügen.leute mit soul, funk and fire.. und keine person ohne stimme.
    das symbol der grünen...ausn yoga kurs direkt ins genderseminar für politische korrektheit und internetzensur bis man sich emotional empathischen hirnwellen komplett flachgebügelt hat in der aldous huxleys welt etc
    bei korrektheit,eso, und zensur ist sich links ja mit rechts einig..d.h. das wird auch tatsächlich vorangetrieben weils keinen gegenpol gibt...

    im grunde ist alles in den neuen 3 southpark folgen zusammengefasst(wie üblich)
    oder john cleese über korrektheit

    Auf dieses Posting antworten
    • softmachine | vor 382 Tagen, 11 Stunden, 24 Minuten

      thee oh sees, omg john dwyer, please psssttt !

  • arnonymous | vor 383 Tagen, 13 Stunden, 32 Minuten

    hmm

    der trump scheiss hier in USA grundelt in genau diesem sentiment herum. und die alt-right (der pc name für white power) fährt voll drauf ab.

    der national-sozialismus, literally.

    Auf dieses Posting antworten
    • navysealciakatzenfan | vor 382 Tagen, 15 Stunden, 22 Minuten

      der entscheidente unterschied ist bei uns sind die rechten politsch-korrekt bis in die zehenspitzen und trump steht unfreiwillig für hasspostings und die meinungsfreiheits rechtler...
      vs hillary die kurhaarfeministin die am liebsten trolle einsperren würde..

      was alle bei internetzensur vergessen

      es wird immer mit der eigenen emotion gelesen...man liest einen text mit der introspektiven eigenen stimme
      niemand weiß ob ´die buchstaben nicht emotionslos kalkuliert geschrieben wurden..aber sie lösen derartig viel panik aus das es nurmehr lächerlich is im virtuellen raum
      anyway

    • navysealciakatzenfan | vor 382 Tagen, 15 Stunden, 17 Minuten

      und hillary ist natürlich im vorteil nach der ersten debate wo trump schiach aufgelaufen is dass sogar alex jones undco die puste ausgeht

      zurecht..sie ist der frank underwood..sie hat halt ein reality tv star charisma aber sie weiß wie man das house of cards game spielt

      sie war eigentlich schon vor obama die bessere lösung weil sie ein team hat das über jahrzehnte zusammengespielt ist

      obama musste jede woche personal wechseln ..er ist der beste redner aller zeiten ..genau das gegenteil von ihr..jetzt brauchts hillary systemimmanenten macht und nicht nur repräsentieren durch reden

    • navysealciakatzenfan | vor 382 Tagen, 15 Stunden, 16 Minuten

      edit: sie hat halt Kein reality tv star charisma aber sie weiß wie man das house of cards game spielt*

  • lesucre | vor 383 Tagen, 20 Stunden, 56 Minuten

    Wenns nach dem geht könnt ihr Wanda auch gleich von...

    ...eurer Playlist streichen

    es haben sich viele Journalisten verwundert darüber gezeigt, dass diese band beim letzten identitärenaufmarsch aus den boxen schallte...
    was sagt uns das? 1. gabs bei den rechten offenbar einen lernprozess der bei der linksalternativen gefehlt hat. anstatt kahlgeschorener schläger laufen hipstertypen dort rum, die viel zu normal ausschauen um irgendwo aufzufallen 2. ist man auf der linken seite darüber immer noch irritiert weil das alte schema zusammengebrochen ist und irgendwo angefressen weil die den Aktionismus klauen. Und jetzt auch noch die musik... oh mein gott...
    Blumenau hat schon recht wenn er die schnittpunkte der radikalen beider seiten anspricht, es ist nicht verwunderlich selbst die nazis (die jetzt wirklich echten von früher) waren antikapitalisten und viele hackler sind vom NS zur sozialdemokratie, aber deswegen gleich so wehleidig sein für etwas was die Musikerin nicht kann? Srsly, was wollt ihr machen – alle in irgendeiner form kritischen lieder die womöglich auch von rechten recken instrumentalisiert werden könnten streichen und stattdessen „steal my sunshine“ und „fahrradlied“ in dauerschleife spielen? Oder auf bubblegum k-pop umsteigen?
    sorry aber das ist lächerlich. Solange man irgenwie händereibend darauf hofft unangenehme/abweichende meinungen mittels nazikeule totzukriegen weils irgendwelchen phösen Rechten...

    Auf dieses Posting antworten
    • lesucre | vor 383 Tagen, 20 Stunden, 56 Minuten

      taugt, was zB sehr dankbar bei Ronja von rönnes feminismus-kritik passiert ist, ist kein diskurs möglich, und dieses kindische verhalten spielt eigentlich auch nur den rechten in die hände.

    • liberalerfalke | vor 383 Tagen, 18 Stunden, 55 Minuten

      Der Sandra Lesch Song ist deshalb ein Hit unter Rechtsextremen

      weil er unpolitisch ist und sich auf einer vor politischen Gefühlswelt bewegt.
      Diederich Diederichsen beoabchtete Anfang der 90er rechtsextreme Demonstranten mit Malcolm X Schirmkappen und Accessoires der HipHop Mode tragend. Popkultur ist nicht per se links oder rechts, sondern Pop findet in einer Konsumwelt statt, die heutzutage postmodern und beliebig erscheint. Ein Liebhaber der German Defense League meinte, dass ihn die "Negerlocken" der Sängerin zwar stören würden, aber der Text sei spitze. Was sagt uns so etwas?

      Das Peinliche ist nicht der Song, sondern dass er den Protestsongcontext gewonnen hat. Offenbar lassen sich viele Menschen an einer vorpolitischen Gefühlswelt abholen und im Ressentiment sind alle Menschen gleich.

    • 2000lightyearsfromhome | vor 383 Tagen, 17 Stunden, 42 Minuten

      Der Text ist doch schwach.
      Sie will uns sagen, ich hab's geschnallt und sag euch was (falsch) läuft.
      Und das mit diesem Text? Das ist peinlich!

    • ralfrangnick | vor 383 Tagen, 16 Stunden, 24 Minuten

      Anregung

      Da Blumenau sich offenbar in Mathe weiterbildet gerade, würd ich ihm eine Bewertungsskala für alle Texte empfehlen.
      Alles wird eingeteilt in 1 bis 10 nach der -ja!- Gabalierskala.
      Und ist der Gabalier zu diffus erkennbar,,dann ziehma halt noch die Gauß Glocke drüber.
      Man muss jetzt doch schärfere Waffen auffahren gegen die Rechten, wenn die sich schon so dreist in der Menge verstecken tun.
      Gehobene Mathematik, da steigns dann wirklich aus.

    • ralfrangnick | vor 383 Tagen, 16 Stunden, 22 Minuten

      Anregung

      Da Blumenau sich offenbar in Mathe weiterbildet gerade, würd ich ihm eine Bewertungsskala für alle Texte empfehlen.
      Alles wird eingeteilt in 1 bis 10 nach der -ja!- Gabalierskala.
      Und ist der Gabalier zu diffus erkennbar,,dann ziehma halt noch die Gauß Glocke drüber.
      Man muss jetzt doch schärfere Waffen auffahren gegen die Rechten, wenn die sich schon so dreist in der Menge verstecken tun.
      Gehobene Mathematik, da steigns dann wirklich aus.

  • ralfrangnick | vor 383 Tagen, 23 Stunden, 31 Minuten

    Wenn dieser Text rechtsradikalaffin ist...

    ..., dann sind auch gleich mehrere Texte von Tocotronic rechtsaffin, hier leben, nein danke, pure vernunft darf niemals siegen,......
    Und über Tocotronic lass ich nix kommen!
    Hab mir Lesch mehrmals angehört, mein Rechtsalarm ging nicht einmal los.
    Jedoch muss ich zugeben, dass der Text viel Interpretationsspannweite bietet.

    Auf dieses Posting antworten
    • lukastagwerker | vor 383 Tagen, 23 Stunden, 26 Minuten

      "Man nannte uns den Grund nicht." falsch, laut und deutlich habe ich "familiäre Verpflichtung" gesagt.

      und zur rechtsaffinität diverser popmusik: kann man diesen track - wie eine anruferin - tatsächlich anhören und für hetzpropaganda halten??
      https://www.youtube.com/watch?v=WVl6x2_6C0A

    • ralfrangnick | vor 383 Tagen, 22 Stunden, 7 Minuten

      Habt ihr das gespielt in der Sendung?

      Haftbefehl sind mir non grata, die hat Zikmund vor 2 Jahren in der Jahreshitparade außer Konkurrenz gespielt, da war ihm mein darauf folgender 'Einspruch' gewiss, frag ihn.
      Haftbefehl und Lesch gegeneinander auszuspielen oder vergleichen, etc.. ist nicht nur unzulässig, sondern ein Affront sondergleichen.

    • ralfrangnick | vor 383 Tagen, 21 Stunden, 32 Minuten

      Und zu den Anrufern:

      Man darf so einer 'Lady' , die in einem äußerst scharfen, bösen Ton anruft und poltert, auch mal etwas die Stirn bieten diskursmässig. Ihr habt da agiert, wie bedröppelt, am Nasenring rumziehen lassen muss man sich als Moderator nicht.
      Und der Anrufer davor ist ein 'Einschlägiger' , der ruft immer unter einem anderen Namen an, und immer , wenn Blumi net moderiert, weil er weiß, dass dieser nicht auf ihn reinfällt.
      Der Typ ist ein Hochstapler, ein Hardcorenerd bis hin zum Stalker.
      Auf jeden Fall ein Lügner (seine vielen Namen) vor dem Herrn.
      Vor solchen Leuten hab ich mehr Angst, als vor Songtexten einer Lesch.
      Und dass FM4 sowas eine Plattform gibt, und am Ende sagt man ihm noch, er solle bitte bald wieder hier anrufen.
      Igitt!

    • lukastagwerker | vor 383 Tagen, 11 Stunden, 2 Minuten

      danke für deine lizenz zum stirnbieten.
      fakt ist, dass ich für leute, die spät nachts mit einem siebentelohr zuhören und dann vor wut kochend anrufen, weil sie mit den restlichen sechs siebentelohr irgendwas gehört haben, was bei ihnen eine explosion triggert, und mich zuerst beschimpfen und nach dem gespräch sagen "es ist wunderschön, gut dass wir darüber geredet haben" gar keine solche stirnbietelizenz von dir brauche. ich biete ihnen mein ganzes ohr und wenn sie da reinschreien, erlaube ich mir auch mal bedröppelt zu sein.

      haftbefehl,xatar hab ich nicht gegen lesch ausgespielt, sondern als kommentar zum referendum in ungarn.

    • volin | vor 376 Tagen, 11 Stunden, 51 Minuten

      Ich finde diesen Anrufer nicht so fad. Nur weil er ein bisschen von der Parteilinie abweicht, muss man ihn nicht gleich schmähen. Auserdem ruft der ja meistens beim Blumenau an. Nur duldet Blumenau keine Abweichler.

  • ralfrangnick | vor 384 Tagen, 7 Stunden, 55 Minuten

    Ist ein Kreuz

    mit dem Testament, wie es scheint.
    Und ich verwette m e i n Testament drauf, dass genau deshalb Blumi nicht Bonustrack moderieren durfte soeben.
    Schutzsperre?
    Drohungen?
    Man nannte uns den Grund nicht.
    I kenn einen, der tät darauf wohl sagen:
    Egal.
    Woteva.

    Auf dieses Posting antworten
  • liberalerfalke | vor 384 Tagen, 14 Stunden, 6 Minuten

    Vom Protestsongcontest:

    Peter Paul Skrepekt (über Sarah Lesch): "Eine Mischung aus Reinhard Mey und auf der anderen Seite erinnert sie mich an Franz Josef Degenhart. Sarah ist etwas gelungen, was heute Abend noch überhaupt nicht gelungen ist: Systemkritik, ohne jemanden in die Suppe zu spucken. Ich glaube, was Besseres kommt heute nicht mehr."

    Und er hat nicht einmal das Plagiat richtig erkannt, nämlich Bettina Wegner's Kinder (Sind so kleine Hände) aus dem Jahre 1978:

    https://www.youtube.com/watch?v=fcdkwdfz0GA

    Auf dieses Posting antworten
    • liberalerfalke | vor 384 Tagen, 14 Stunden,

      Und Franz Josef Degenhard würde jetzt sagen:

      Spiel nicht mit den Schmuddelkindern
      Sing nicht ihre Lieder

      https://www.youtube.com/watch?v=bGhJbr7DMmg

    • softmachine | vor 383 Tagen, 15 Stunden, 32 Minuten

      wow sich aufpudeln im kampf gegen rechts, aber löschen, wenn man einen nazi nazi nennt. liberalerfalke hat stalin und der udssr die schuld am holocaust gegeben,"die sowjets hätten diesen erst ermöglicht" er verschweigt mehrmals den angriffskrieg nazideutschlands auf die Su, nennt stalin einen komplizen hitlers und dieser stalin wäre für millionen russische tote verantwortlich. nicht etwa der plan barbarossa der nazis und die dutsche wehrmacht. ist euch eigentlich klar dass das sofort angezeigt gehört wegen ns wiederbetätigung ? das ist pure neonazi agenda und rechtsextremer geschichtsrevisionismus.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichtsrevisionismus:"Einige deutsche Autoren versuchen seit den 1950er Jahren, den Nationalsozialismus zu rehabilitieren, indem sie die kriegstreibende, kriegsauslösende und kriegführende Politik des NS-Regimes bestreiten oder relativieren."

    • ralfrangnick | vor 383 Tagen, 14 Stunden, 56 Minuten

      Wenn hier einer

      sich zuviel aufpudelt, dann bist Du es.
      Und seine Aussagen hast Du nicht richtig verstanden bzw. passend für Dein Da kann i draufhauen - Weltbild umgebogen.
      Ist mir etwas zu paranoid.
      Soll aber hier mal gesagt werden.

    • softmachine | vor 383 Tagen, 11 Stunden, 39 Minuten

      paranoid umgebogen ? für die ns verbrechen die sowjets verantwortlich machen ? anscheinend wissen leute wie du nicht wann wir von echtem rechtsextremismus sprechen. so eine behauptung ist lupenreiner rechter geschichtsrevisionismus. übrigens heute vor genau 75 jahren wurden in babi jar/kiew 33771 jüdische Frauen, Kinder, Säuglinge von deutschen SS-Männer und Polizisten erschossen. Soviel zu meinem paranoidem aufgepudelten umgebogenen weltbild.

    • liberalerfalke | vor 383 Tagen, 2 Stunden, 6 Minuten

      Deine Anschuldigungen sind völlig frei erfunden

      Aber das ist das was Stalinisten tun: sie erfinden sich die absurdesten Vorwürfe, weil es darum geht die eigene Falschheit und moralische Verkommenheit zum allgemeinen Standard zu machen.

      Steig von deinem Pferd runter, es ist tot.
      Du bist ein stalinistischer Bully und beleibe nicht der erste Aggressor, mit dem ich zu tun hatte. Die übelsten Denunzianten und aggressivsten Trolls, ich hab sie alle geschafft.
      Und du wirst nicht der letzte sein.

    • navysealciakatzenfan | vor 382 Tagen, 16 Stunden, 9 Minuten

      "Steig von deinem Pferd runter, es ist tot."

      ist das eine drohung?
      o0
      eine gewaltfantasie zumindest..haha

      sehr bezeichnend

      someone got contaged

    • softmachine | vor 382 Tagen, 11 Stunden, 11 Minuten

      "Die gigantischen Verluste der Sovietunion waren einzig und allein Stalins Inkompetenz geschuldet und seinem völligen Vertrauen auf Hitler"
      .

      "Polens Zerstörung, die auch i´n Stalins Interesse lag ebnete den Weg zur Errichtung der Vernichtungslager."
      -
      "Dass der Stalin mit Hitler einen Pakt geschlossen hat Millionen Sowjetbürger ermordet und 1941 seine Zivilbevölkerung schutzlos den Nazis ausgeliefert hat ist etwas, was der softamchine seinem Liebling Stalin immer hoch anrechnen wird.
      Nur so konnte Hitler seinen Holocaust durchführen und das ist ja auch noch etwas, woran du gerne zurück denkst." cf http://fm4.orf.at/stories/1772984/#forum

      alle zitate: liberaler falke

    • softmachine | vor 382 Tagen, 11 Stunden, 10 Minuten

      Geschcihtsrevisionismus:

      -"Einige deutsche Autoren versuchen seit den 1950er Jahren, den Nationalsozialismus zu rehabilitieren, indem sie die kriegstreibende, kriegsauslösende und kriegführende Politik des NS-Regimes bestreiten oder relativieren"
      -"Auf deutsche Geschichte bezogener Geschichtsrevisionismus gilt für den deutschen Verfassungsschutz als zentraler und einigender Bestandteil des Rechtsextremismus.[21] Für den Historiker Wolfgang Benz ist er eine „Hilfsideologie im Dienste rechtsextremer Ziele mit dem Anspruch, Geschichte zu ‚entkriminalisieren‘ und das Geschichtsbild durch Fälschung und Manipulation zu schönen", cf: https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichtsrevisionismus

  • liberalerfalke | vor 384 Tagen, 16 Stunden, 2 Minuten

    Den Text mal schnell durch gelesen

    hat er ja nichts wirklich Politisches an sich, aber genau das ist ja der Nährboden rechtsextremer Agitation: eine vorpolitische Gefühlswelt, in der die Adressaten, die sich selbst als betroffene sehen, sich als Opfer fühlen können.

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