Erstellt am: 12. 12. 2015 - 15:50 Uhr
Brand New!
M.I.A. - "Borders"
miauniverse.com
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Als sie neun Jahre alt war, ist M.I.A. mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern aus ihrer Heimat Sri Lanka nach London geflohen. Die damit verknüpften Erfahrungen haben immer schon in die Arbeit der Sängerin, Künstlerin, Musikerin hineingewirkt. In ihrer aktuellen Single buchstabiert sie die Themen Krieg, Flucht und Abschottung gegenüber Schutzsuchenden so deutlich aus wie selten zuvor in ihrer Karriere. Dabei ist der Song "Borders" gleichzeitig einer der poppigsten Tracks im Werk von M.I.A., mit Autotune Richtung radiofreundlichem Pop-Rap auffrisiert, so entsteht eine mulmig machende Schieflage. "Borders - whatsupwiththat? Politics - whatsupwiththat? Police Shots - whatsupwiththat?"
Tame Impala - "The Less I Know The Better"
Mit dem dritten Album seines als Band getarnten Projekts Tame Impala hat der australische Multiinstrumentalist und Studio-Impressario Kevin Parker ein Album des Jahres aufgenommen, davon hat man schon gehört. Auf "Currents" führt er Sixties-Rock und Siebziger-Psychedelik auf den Dancefloor, kombiniert mit dem Disco-Pop des Electric Light Orchestras und dem Robo-Boogie von Daft Punk. Der Song "The Less I Know The Better" ist da ein Höhepunkt unter vielen und einer der melancholischeren, ja, nachdenklicheren Stück auf der Platte. Die Bee Gees bitten zum Slowdance.
Avec - "Dead"
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Die junge österreichische Musikerin und Songwriterin AVEC hat es mit ihrem Song "Granny" schon zu einiger Bekanntheit - nicht nur an dieser Stelle - gebracht, auch die Nummer "Dead" geistert schon eine Zeit lang durch die Welt. Wir wollen sie doch noch in die Charts befördern. Wieder eine toll zerbrechliche, dabei doch auch vor Selbstsicherheit strotzende Ballade an der gezupften Gitarre, die sich langsam, ganz langsam, zu feinem Pomp aufschaukelt, unaufdringlich. "No one will hurt you, he said and left me".
Fat White Family - "Whitest Boy On The Beach"
Fat White Family on Facebook
Bislang noch ein Geheimtipp: Die Fat White Family aus England. Das wird sich bald ändern, Anfang 2016 erscheint das neue Album der Band - die Gruppe fabriziert eine wilde Mischung aus Garagen-Punk, 60er-Psychdelik, Dadaismus, Industrial und weirdem Pop. Wird man sich merken müssen, der Song "The Whitest Man on the Beach" ist dabei so etwas wie der Dancehit, die Fat White Family orientiert sich hier nicht bloß hinsichtlich Artwork am Industrial-Disco-Klassiker "20 Jazz Funk Greats" von Throbbing Gristle. Unangenehm, groß.
FM4 Charts
Jeden Samstag 17-19 Uhr und danach für 7 Tage on Demand zum Hören und übersichtlich in Listenform.