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Erich Möchel

Netzpolitik, Datenschutz - und Spaß am Gerät.

12. 2. 2014 - 14:40

EU-Drohnenprogramme werden ausgebaut

Der aktuelle Bericht der britischen Bürgerrechtsorganisation Statewatch kritisiert die als Forschungsförderung getarnte EU-Subventionspolitik für Rüstungskonzerne.

Das europäische Programm zum Einsatz unbemannter Flugzeuge wird weiter ausgebaut. Am Donnerstag unterzeichneten die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) und die Europäische Verteidigungsagentur (EDA) ein entsprechendes Abkommenfür das Projekt DeSIRE II. In den beiden Jahren davor habe DeSIRE I den Einsatz von Drohnen im zivilen Luftraum im Zusammenspiel mit Satelliten "erfolgreich demonstriert" und habe alle "Anforderungen der Benutzer an maritime Überwachungsdienste erfüllt".

Heute veröffentlichte die britische Bürgerrechtsorganisation Statewatch einen umfangreichen Bericht über den bisherigen und derzeitigen Einsatz von Drohnen in Europa und die weiterführenden Pläne mit unbemannten Fluggeräten in und um die EU. Die betreffen auch mehrere österreichische Firmen, insbesonders die auf luftgestützte militärische Kommunikation spezialisierte steirische Scotty Group sowie die Wiener Neustädter Firma Diamond Industries, die an sich Sportflugzeuge baut (siehe weiter unten).

"Forschungsprogamme"

"Unsere Motivation für diese doch recht umfangreiche Untersuchung war der Umstand, dass es bis jetzt weder auf nationaler Ebene noch im EU-Parlament Diskussionen über den Einsatz von Drohnen auf breiter Ebene gegeben hat", sagte Dr. Ben Hayes von Statewatch am Dienstag zu ORF.at.

"Unserer Ansicht nach müsste die Zivilgesellschaft hier bestimmen, wo die roten Linien zu ziehen sind. Es ist vor allem höchste Zeit, dass sich Europa entscheidet, wofür Forschungsgelder ausgegeben werden", sagte Hayes und verwies auf die bisher angefallene Fördersumme von mehr als 330 Millionen Euro für Drohnenprojekte. Dabei handelt es sich natürlich um Steuergelder.

Die Förderung von Drohnenprogrammen wie das berüchtigte INDECT-Projekt zur automatisierten, drohnengestützten Videoüberwachung im urbanen Raum kommentierte der Wiener Kriminalsoziologe Reinhard Kreissl so: "Die Rüstungs- und Überwachungsindustrie hält die Politiker hier in Geiselhaft.". Kreissl leitet das von der Kommission geförderte IRISS-Projekt zur Erforschung der Auswirkung von Überwachung auf die Gesellschaft.

Im Rahmen des FP7-Forschungsprogramms werden jährlich bedeutende Summen aus dem Forschungsbudget der Kommission für "Sicherheitsprojekte" ausgegeben. Schon aus den Projektbeschreibungen ist unschwer abzulesen, dass es dabei nicht um akademische Forschung geht. Von der Kommission werden vielmehr ganz konkrete Projekte der Rüstungsindustrie anstoßfinanziert, die für die Überwachung urbaner Räume und der EU-Außengrenzen gedacht sind.

"Vollendete Tatsachen"

Der primäre Zweck des neues DeSIRE-Projekts zum praktischen Einsatz von Drohnen diene wie sein Vorläufer dazu, "jedes Boot aus Nordafrika sofort zu erfassen", sagte Hayes dazu, das sei im Konzept von "Eurosur" zur "Sicherung des Mittelmeers" von 2008 so vorgesehen. Zudem sei die EU-Grenzsicherungsagentur Frontex in all diese Projekte federführend involviert und überdies liege bereits eine detaillierte Roadmap zur Integration unbemannter Flieger in den zivilen EU-Luftraum bis 2028 vor.

"Diese Projekte sind ja nicht jetzt vom Himmel gefallen, sondern wurden um 2001 herum gestartet", sagte Ben Hayes, "in den letzten Jahren sind sie dann eskaliert". Forschungsgelder würden dabei systematisch zweckentfremdet, um eine Anstoßfinanzierung für neue Projekte der europäischen Rüstungsindustrie zur Verfügung zu stellen. Die Beamten der Kommission hielten sich dabei stets bedeckt und betonten regelmäßig, dass noch keinerlei Entscheidungen getroffen worden seien. "Tatsächlich aber werden vollendete Tatsachen gesetzt", so Hayes weiter.

Aufklärer und Killer

Von der EU-Kommission geförderte "Forschungsprojekte" wie INDECT haben von 2008 bis 2012 57 Millionen Euro an EU-Steuergeldern verschlungen. Dazu kamen weitere 23 Millionen aus nationalen Töpfen zur Forschungsförderung.

In der vergangenen Woche hatte die britische BAE-Systems ein Video vom ersten Flug des unbemannten Jets Taranis veröffentlicht. Das nach dem keltischen Donnergott benannte Sytem ist, anders als alle bisherigen Drohnen, weder ein reiner Aufklärer noch vom sogenannten "Hunter/Killer"-Typ wie die berüchtigten "Reaper" und "Predator".

Die Drohne Tanaris im Flug

BAE Systems Inc

Der unbemannte Jet Taranis

Auf das Konto dieser Waffengattung gehen die vielen toten Zivilisten in Pakistan, Somalia, Afghanistan und im Jemen, die Verantwortung dafür liegt bei den Militärs von CIA und NSA. Erstere sind für den operativen Einsatz der Drohnen verantwortlich, die NSA wiederum liefert die Vorgaben dafür und zwar in Form von "Identifiern", die aus der Überwachung der Mobilfunknetze in den genannten Ländern stammen.

Die vom Pentagon seit der Wiederwahl Barack Obamas neu vergebenen Aufträge im Bereich Rüstung zeigen eine klare Linie. Geld gibt es vor allem für Sensor- und Kommunikationstechnologien und die damit bestückten Drohnen.

Killerdrohne, luftkampftauglich

Obwohl offiziell über die Taranis-Drohne weitgehend Stillschweigen herrscht, so ist doch eindeutig zu sehen, für welche Missionen dieser unbemannte Jet im Stealth-Design dienen wird. Taranis ist eine schnelle, luftkampftaugliche Killerdrohne, Predator ("Raubtier") und Co sind dagegen lahme Enten, die auch für alte F-16-Jets leichte Beute sind. Diese aktuell operativen Drohnentypen können nur in Territorien ohne irgendeine Luftabwehr operieren und entsprechend wehrlose Ziele angreifen.

Alleine für den Protyp des Taranis wurden 223 Millionen Euro fällig. Eine ähnliche Summe hat das vergleichbare deutsch-spanische EADS-Projekt, der Barracuda-Jet, verschlungen, seit dem Crash des ersten Prototypen 2006 war kein weiterer Barracuda mehr offiziell in der Luft.

Hunderte Millionen an EU-Steuergeld

Als noch ärgeres Desaster stellte sich 2013 der für Deutschland bestimmte "Euro Hawk" heraus, der auf dem amerikanischen Fernaufklärer "Global Hawk" basiert. Der einzige Prototyp von insgesamt acht geplanten Fliegern erwies sich als völlige Fehlkonstruktion, die nur noch für ein Luftfahrtmuseum taugt. Die Kosten liegen auch hier weit über 300 Millionen. Dabei handelt es sich um nationale Steuergelder.

Die EU-Kommission pumpt davon unberührt ebenfalls hunderte Millionen an Steuergeldern in den Drohnensektor. 3,5 Millionen Euro an Forschungsgeldern wurden allein für das in jeder Hinsicht wohl absurdeste Projekt mit Namen "Aeroceptor" ausgegeben. Es handelt es sich um eine Helikopterdrohne, die "unkooperative Fahrzeuge" durch den Abwurf von Schlitzkrallen, Versprühen klebriger Flüssigkeiten oder elektrische Impulse zum Lahmlegen der Motorelektronik stoppen soll.

Am Aeroceptor-Projekt wirken Spanien, Frankreich, Polen, Österreich, Italien, die Türkei und Israel mit.

Einsatzzweck ist gegen "organisierte Kriminiltät", dazu gehört auch "Menschenschmuggel" und damit sind nichts anderes als die Boote mit Flüchtlingen aus Nordafrika im Mittelmeer gemeint. An AEROCEPTOR ist neben den Israel Aerospace Industries auch das österreichische AIT beteiligt.

Wiener Neustadt, Steiermark

Wie aus der Statewatch-Untersuchung weiters hervorgeht, waren auch zwei österreichische Firmen an DeSIRE beteiligt. Dabei handelt es sich um die steirische Scotty Group, die luftgestützte Kommunikationssysteme vor allem für militärische Zwecke anbietet. Die Basis dafür, nämlich der Flieger, kommt ebenfalls aus Österreich.

Dabei handelt es sich um ein modifiziertes zweimotoriges Sportflugzeug der Wiener Neustädter Firma Diamond Aircraft. Da es für zwei Piloten ausgelegt ist, konnten so die bisher "bestehenden EU-Gesetze umgangen werden, die den Einsatz unbemannter Flugzeuge im zivilen Luftraum verbieten", hieß es 2013 seitens der EU-Grenzschutzagentur Frontex, der umgebaute Diamond-Flieger ist nämlich vom Typ "OPA". Dieses gemütliche Akronym bezeichnet ein "optional pilotiertes Flugzeug", also eine Drohne mit einem Piloten an Bord, der notfalls eingreift.

Die derzeit gebräuchlichen Flugroutinen für Drohnen, wenn der Empfang von GPS-Signalen abreiße, nämlich entweder zu steigen oder zum letzten bekannten Punkt zurückzufliegen, seien im zivilen Luftverkehr unbekannt und daher inakzeptabel, sagte Airbuskapitän Peter Beer zu ORF.at

Warum OPA Diamond am Boden blieb

Letztlich kam es dann doch nicht zu einem Probeflug entlang der türkisch-griechischen Grenze. Während der Statewatch-Bericht dafür Probleme mit der Freigabe des Luftraums durch die griechische Regierung anführt, hat der Geschäftsführer der Scotty Group eine anders lautende Erklärung.

"Wir haben für die spezielle, benötigte Kamera, ein amerikanisches Produkt, nicht rechtzeitig eine Ausfuhrgenehmigung bekommen", sagte Kurt Kerschat zu ORF.at. Der US-Lieferant habe wegen vorangegangener Exporte Probleme mit den eigenen Kontrollbehörden bekommen, die zu einem zeitlich begrenzten Ausfuhrstopp geführt hätten, so Kerschat.

Fortsetzung folgt

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  • makronaut | vor 1170 Tagen, 7 Stunden, 3 Minuten

    ich bin jetzt nicht der große rüstungsprofi, aber was soll an einer drohne, die auf nichtletalem wege fahrzeuge stoppen soll, so furchtbar "absurd" sein?

    Auf dieses Posting antworten
    • tantejutta | vor 1170 Tagen, 6 Stunden, 30 Minuten

      Schon einmal überlegt, wie das in der Praxis funktionieren soll?

      Eine umgebaute Heli-Drohne - von der noch nichteinmal ein Prototyp existiert - mit ein paar 100 Kilo Eigengewicht wird über einer Autobahn mit Satellitenlinks ferngesteuert. Die Drohne muss sich bis auf wenige Meter einem Fluchtfahrzeug nähern und wirft dann z.B. Schlitzkrallen ab. Und das bei einem Tempo jenseits der 100 Km/h. Oder sie muss einen starken elektromagnetischen Impuls abstrahlen, der die Autolektronik lahmlegen soll. Schon mal die Nebeneffekte überlegt und die möglichen Kollateralschäden? Allein die Reflektion an der Karrosserie des Wagens legt dann all Fahrzeuge im näheren Umkreis lahm. Umliegende Mobilfunkstationen, elektronische Pumpsystem der nächsten Tankstelle, Verkehrsleit- und Mautsysteme werden kompromittiert. Sichthemmende Flüssigkeiten auf die Windschutzscheiben von Fluchtfahrzeugen zu versprühen, funktioniert höchstens wenn das Fahrzeug steht und es windstill ist. Das einzige realistisch erscheinende Feature ist, armselige Flüchtlingsboote aus Nordafrika durch Abwurf von Netzen, die sich in den Schiffsschrauben verfangen, an der Weiterfahrt zu hindern. Dafür soll eine explizit zur Bekämpfung von Unkraut, Schadinsekten und Ratten konstruierte Helidrohne umfunktioniert werden. Dümmer und abstoßender gehts wohl nicht.

    • johnleehookerelectro | vor 1169 Tagen, 19 Stunden, 59 Minuten

      die drohne selber kann ja nix dafür

      noch is der verantwortliche mensch der alten industrie dahinter das unkraut

      ein global vernetztes transport system mit intelligenter netzwerktechnik

      ja wieso denn nicht

      die richtigen anprangern und nackert machen..ned die arme drohne

    • johnleehookerelectro | vor 1169 Tagen, 19 Stunden, 57 Minuten

      was hier e der fall ist

    • makronaut | vor 1169 Tagen, 6 Stunden, 12 Minuten

      1) das mit dem elektromagnetischen impuls finde ich auch seltsam.
      aber was spricht gegen schlitzkrallen etc? es ist ja nicht so, dass die technologie zur drohnensteuerung nicht einiges hergeben würde. und sichthemmende flüssigkeiten kann man bitte auch während höherergeschwindigkeiten ans ziel bringen.
      dein problem liegte eher beim folgenden punkt, scheint mir.

      2) was ist "dumm und abstoßend" daran, dass man dafür eine drohne nimmt, die ursprünglich zur schädlingsbekämpfung dient? DAS soll ein argument sein? ich sehe da das problem nicht.

  • prom000 | vor 1170 Tagen, 18 Stunden, 39 Minuten

    NETWORKING beim militär

    zitat:
    Wenn ich einem Feind gegenübersteh der auf einem Niveau operiert der einen SIGINT-Einsatz notwendig macht, hab ich gute Chance das mir der ohnehin gleich the living shit aus meinen Links rausjammt ohne die weder die Drohne irgendwohin fliegt noch deren Signale zurück zu den Auswertern kommen. Sogar der Irak hatte 2003 schon halbwegs brauchbare Jammer
    (Natürlich würd er auch die Link-System von bemannten Flugzeugen jammen - was auch diesen Vernetzwerkungsträumen im Kriegsfall wohl ein Ende bereiten würde. Aber die fliegen zumindest noch. Ich verweise wieder einmal auf die abstürzende Navy-F-4-Drohne deren Link durch eine Prowler gestört wurde.)
    Schon klar, die normale Verwendung von SIGINT-Fliegern beschränkt sich darauf vor irgendeiner Küste auf und ab zu fliegen und darauf zu warten das ein paar Finbacks auftauchen...

    Auf dieses Posting antworten
    • tantejutta | vor 1170 Tagen, 7 Stunden, 22 Minuten

      Jamming gegen "spread spectrum" Kommunikation

      ist extrem komplex und praktisch unmöglich, besonders dann, wenn sich das kommunizierende Flugobjekt in großer Distanz befindet. Dem Flieger ist es hingegen auch da möglich, die gesuchten Signale abzugreifen. SIGINT ist ja nachgerade typisch für asymmetrische Kriegsführung, denn tatsächlich angegriffen werden ja vorwiegend völlig ungeschützte Technologien aus der zivilen Kommunikation. Die gezielten Exekutionen durch Drohnen in Pakisten, Afghanistan, Jemen und Somalia beruhen ja in erster Linie auf "Identifiern" wie IMEI oder IMSI aus GSM-Netzen, wie man mittlerweile weiß. Was den Irakkrieg angeht, so hat die militärische Kommunikation der US-Truppen inzwischen bereits mehrere Härtungsphasen durchgemacht. Sämtliche damals benutzten Methoden sind längst konterkariert.

  • dergrossenagus | vor 1170 Tagen, 22 Stunden, 39 Minuten

    ich hab mein Gewehr

    fürn Abschuss, wenn sowas über meinem Luftraum (=Garten) fliegt.

    Auf dieses Posting antworten
    • tantejutta | vor 1170 Tagen, 20 Stunden, 42 Minuten

      Müssma abraten, das wär ja höchst illegal

  • prom000 | vor 1171 Tagen, 46 Minuten

    Drohnen im zivilen Luftraum

    sind in der Tat ein Problem.
    Der EuroHawk jedoch den hat sich die dt. Bürokratie selber abgeschossen und natürlich die Tatsache dass man nicht genug Geld für eine eigene Drohne hat, aber beim eingekauften trotzdem die eigene Technik einbauen will.
    Der Taranis ist nur Technikdemo. Bis es eine Drohne gibt die sich im Luftkampf mit einem echten Fighterjet wird messen können wird es noch eine weile dauern und besagte Drohne wird dann nicht billiger sein als der bemannte Jäger, aber auch nicht besser.
    Die Wahrheit über die ach so böse Rüstungsindustrie auf beiden Seiten des Atlantiks ist doch die dass die ums überleben kämpfen.
    Die USA z.b. haben nur noch eine Panzerfabrik, 2 Orte wo Fighterjets gebaut werden(ab den 2020er -1), 1 Werft für träger, 2 Werften für Uboote und 2 Werften für Kriegsschiffe. Von einstmals über 20 Firmen für Flieger sind gerademal noch 2,5 übrig. Lockheed Martin verliert die nächsten 10 Jahre 80% der Belegschaft weil alle in die Pension gehen.
    In Europa ist es noch schlimmer.

    Auf dieses Posting antworten
    • tantejutta | vor 1171 Tagen, 21 Minuten

      Oh das ist ja furchtbar für Lockheed,

      seit 1. Jänner 2014 haben die eh nur Aufträge im Wert von knapp 350 Millionen Dollar erhalten. Gleich kommen sie im Detail.

    • tantejutta | vor 1171 Tagen, 19 Minuten

      Lauter Bagatellen für Lockheed

      $20,618,24 Lockheed Martin Corp., Orlando, Fla., Long Range Anti-Ship Missile program

      $8,534,310 AN/FPS-117 Long Range Radars

      $14,430,612 GPS III long lead material for space vehicles

      $105,287,400 C-130J Long Term Sustainment Program.

      $33,018,000 Ballistic Missile Defense System flight test activities

      $8,863,977 Integrated Submarine Imaging Systems (ISIS)

      $35,781,319 Universal Armament Interface capability in the F-35 software for Small Diameter Bomb II

      $13,188,967 planning yard support efforts for LCS 1 and 3.

      $84,650,745 information management and support of Arnold Engineering Development Complex

      $14,432,389 Aegis Training and Readiness Center

    • tantejutta | vor 1171 Tagen, 8 Minuten

      Und hier noch der katastrophale Börsenkurs

      Der Wert der Lockheed Aktie hat sich binnen Jahresfrist von etwas über 80 Dollar auf ca 160 Dollar nicht einmal ganz verdoppelt. Die sind eindeutig kurz vor dem Zusperren.

    • fenris79 | vor 1170 Tagen, 23 Stunden, 58 Minuten

      halte ich mal für ein annahme das eine "ausgereifte" drohne dann schlechter wäre als ein mensch...
      limits sind da nur mehr der technik gesetzt und man braucht nicht auf den piloten rücksicht nehmen

      außerdem wann gabs den letzten realen Luftkampf zwischen gleichwertigen Gegnern (ausbildung technik)?

    • fenris79 | vor 1170 Tagen, 23 Stunden, 57 Minuten

      aber 350 millionen$ sind in der rüstungsindustrie nicht viel

    • tantejutta | vor 1170 Tagen, 20 Stunden, 45 Minuten

      Innerhalb von fünf Wochen?

      und das nur für Neuaufträge ohne die regelmäßig eintrudelnden jährlichen Cash-Ins laufender Zehnjahresverträge von der F-35 angefangen? The Corporation's net sales for 2012 were $47.2 billion. Das ist dann schon mehr

    • prom000 | vor 1170 Tagen, 18 Stunden, 50 Minuten

      @tantejutta

      da siehst ja auch gleich das problem. wenn einer alles macht kann er ja jeden Preis verlangen, aber auch klar in lockmart ist alles was fightererfahrung hatte aufgegangen, nur gehen die jetzt in die pension, da steigt natürlich der preis vorallem wenn es jetzt lauter leute sind die nie aufm zeichenbrett sowas geplant haben bzw. Kelly Johnsons gebote sagen dir was? Oder das zitat über den 2050er fighter?
      Wenn kein Geld da ist, die industraile basis winzig ist & es niemand gibt der das palnen & bauen kann ist es mit der industrie vorbei.

    • prom000 | vor 1170 Tagen, 18 Stunden, 44 Minuten

      die f-35 ist es ja

      die die USAF und andere umbringen wird.
      denk an in 10 bis 20 Jahren.
      @fenris79
      zitate:
      Nunja das wird jetzt etwas länger:
      z.B. bei der Air Force nach wie vor nur "echte" Piloten die Dinger fliegen - auch im Hinblick auf eine FAA-Zertifizierung und Verwendung im Luftraum ausserhalb einer Air Force-Range oder eines Kriegsgebietes wirst du dir schwer tun da einfach einen Hillbilly mit rudimentärer Ausbildung hinzusetzen.
      Schau, das ganze Problem hinter dieser Drohnenproblematik ist dass man die Dinger für die Allheilmittel hält obwohl sie aktuell (sieht man mal von Drohnensystemen die durch die Bodenstreitkräfte vom LKW-Hänger verwendet werden) grad mal dazu taugen den Turbanträgern eins auf die Mütze zu geben. Das machen sie auch ganz ordentlich. Aber wer aus diesen Scharmützeln die da am Hindukush und am Golf aufgeführt werden eine militärische Doktrin und eine Beschaffungspolitik zimmert ist meines Erachtens nicht ganz dicht.
      Du kannst natürlich der Air Force alles mögliche attestieren - ich für meinen Teil aber kann schon nachvollziehen warum man sich in Langley mit Händen und Füssen dagegen wehrt alles mit Drohnen vollgepflastert zu bekommen aber bei bemannten Kampfflugzeugen ständig nur den Rotstift bekommt.

    • prom000 | vor 1170 Tagen, 18 Stunden, 43 Minuten

      Predator, Heron oder Global Hawk können 24, 36 oder irgendwann mal 48 MINUTEN über dem Einsatzgebiet kreisen - dann sind sie zu Klump geschossen. Von einer 23mm Flak, einer MANPADS, einer Pantsyr oder einer S-300.

      Drohnen kannst du dann einsetzen wenn die Luftverteidigung eines Feindes mit Haut und Haaren vernichtet wurde - und das ist soviel Aufwand, da ist jedes Kostenargument bezüglich Drohnen für die Fisch. Ausser natürlich man überfällt nur mehr Länder die ohnehin keine Luftverteidigung haben und konstruiert aus diesen blödsinnigen Ausnahmen eine Regel - etwa so wie man selbst Nussschalenflugzeugträger zu Wunderwaffen erklärt weil die Royal Navy damit eine handvoll Felsen im Südatlantik erobert hat...

      Bitte das ganze Drohnentheater gabs in den 70ern schonmal, bis hin zu Maverick-werfenden Firebees. Nur hat man damals (trotz der Tatsache dass die Drohnen die die Air Force damals gebastelt hat leistungsmässig dem heutigen Gemüse Lichtjahre voraus war) auch gemerkt dass deren Verwendung im Krieg eher net so toll ist. Und seitdem wurde nur aus dem CRT im Kontrollcontainer ein LCD und aus der analogen UHF-Übertragung eine verschlüsselte SatCom-Leitung, ansonsten hat sich die Technologie nicht so wahnsinnig weiterentwickelt wie uns die Herren...

    • prom000 | vor 1170 Tagen, 18 Stunden, 40 Minuten

      zitat:

      As of 2009 the Air Force’s fleet stands at 195 Predators and 28 Reapers.

      und müssen sie schon bandbreite aka Satelliten zivil zukaufen.
      Also fleissig Sats in den orbit schiessen.
      eine Drohne mit einen jetgetrieben Jagdflugzeug zu vergleichen ist schon witzig.
      Wenns eine Drohne baust die alles kann was z.b: eine F-35 kann, geht für die steuerung der eingesparte platz drauf.
      Und fernsteuern musste das ganze mit allen Nachteilen dei das mitsichbringt.
      zitat:
      Übrigens ist die Global(EURO) Hawk meines erachtens die einzige Drohne die man direkt mit bemannten Flugzeugen vergleichen kann weil sie der U-2 zumindest ähnelt von den Fähigkeiten her (sie ist ihr unterlegen, aber nicht drastisch).

    • prom000 | vor 1170 Tagen, 18 Stunden, 35 Minuten

      Drohnen weiter

      zitat:
      Also wenn nicht ein technischer Defekt am Flugkörper vorliegt ist die Wahrscheinlichkeit einer modernen SRAAM auszuweichen ein niedriger einstelliger Prozentsatz. Insoferne weichen sie gar nicht mehr aus.
      Mal davon abgesehen dass es nahezu unmöglich (oder zumindest unbezahlbar) wäre Kampfflugzeuge zu bauen die diese Wunderwerte erreichen würden. AFAIK überprüft die Air Force ihre Flugzeuge bei Überschreitung des zulässigen G-Loads (Konfigurationsabhängig) bei den Einheiten und sendet sie bei 10,5/11 g ins AMLC zurück um sie zerlegen zu lassen. Bei 12, 13 g ist bei den heutigen Strukturen im Normalfall eh Schluss. (Ich glaube mich entsinnen zu können das mal jemand, glaub bei der Navy, kurzfristig 14g gezogen hat.)

    • tantejutta | vor 1170 Tagen, 7 Stunden, 43 Minuten

      Freundlichste Tnx für diese wirklich fundierte

      Ergänzung des Artikels. So wünscht man sich den Diskurs: sachorientiert und kompetent. Im Artikel sollte ja nur der technisch-ökonomische Status Quo beschrieben werden. Die Extrapolation, wie sich dieser aktuelle Drohnenhype entwickeln wird, soll und muss dem p.t. Publico vorbehalten bleiben. Kilo tnx!

    • makronaut | vor 1170 Tagen, 7 Stunden, 7 Minuten

      Kilo tnx

      da schließe ich mich mal an.

      allerdings habe ich zweifel, ob die drohnenkonzepte aus den 70ern schon die heutigen nöglichkeiten zur autonomie mit eingabut hatten.

      und dass es eine kriegsführung, die sich gegen irgendwelche islamistische hinterwäldler ausgeht, china nicht relevant beeindrucken wird, ist tatsächlich richtig.

  • comment1984 | vor 1171 Tagen, 3 Stunden, 35 Minuten

    EDA vs. DEA

    Da mein tägliches Bauchmuskeltraining darin besteht, frühmorgens über die zahlreichen Orthografie-, Grammatik- und Sinnfehler auf orf.at zu lachen und ein diesbezügliches Mail an den ORF lediglich mit einer lapidaren Antwort belohnt worden ist, möchte ich auf diesem Wege dazu beitragen, die Motivation diverser so genannter Journalisten, ihre Beiträge vor der Veröffentlichung durchzulesen, zu steigern.

    Einerseits hat die Europäische Verteidigungsagentur auch eine entsprechende deutschsprachige Abkürzung, nämlich EVA. Sollte das nicht elegant oder modern genug sein, kann man sich natürlich auch des englischsprachigen Pendants bedienen - EDA. Die Abkürzung DEA steht meistens jedoch für "Drug Enforcement Administration", was übersetzt so viel bedeutet wie Drogenvollzugsbehörde. Selbst diese Übersetzung lässt ein paar lustige Deutungen über die tatsächliche Tätigkeit dieser US-amerikanischen Behörde zu, mit der EDA hat die DEA jedoch recht wenig am Hut...

    Also: Die Augen immer offen halten und danke für die Erheiterung!

    Auf dieses Posting antworten
    • tantejutta | vor 1171 Tagen, 2 Stunden, 14 Minuten

      Worauf bezieht sich dieser Beitrag eigentlich

      geschätzer so genannter Verfasser dieses Postings im Forum? Verzeihung, sollte statt "Posting" natürlich auf gut Deutsch "schwarzes Brett auf der FM4-Heimatseite" heißen.

    • tantejutta | vor 1171 Tagen, 2 Stunden, 13 Minuten

      "geschätzter" natürlich - hier hat die

      böse Schreibhand die Wertschätzung verweigern sollen.

    • comment1984 | vor 1170 Tagen, 14 Stunden, 57 Minuten

      @tantejutta

      Der Beitrag bezieht sich natürlich auf den inzwischen korrigierten Fehler im Artikel. Es wurde statt der Abkürzung EDA die Abkürzung DEA verwendet.
      Das müsste dem Verfasser des Artikels zwar klar sein, aber sollte es der Erinnerung helfen, kann ich auf Anfrage natürlich auch einen Screenshot von gestern schicken...
      Die Größe, einen Fehler einzugestehen, wäre im Übrigen auch eine jener Charaktereigenschaften, die man sich bei einem Journalisten erwarten können sollte. Aber vielleicht reichen ja auch ärmliche versuche, Kritiker durch unqualifizierte Gegenkommentare ins Lächerliche zu ziehen.
      Also: Die Augen immer offen halten und danke für die Erheiterung!

    • tantejutta | vor 1170 Tagen, 8 Stunden, 7 Minuten

      Es gibt hier mehrere Routinen zur Fehlerkorrektur

    • tantejutta | vor 1170 Tagen, 7 Stunden, 56 Minuten

      ...und Teilnehmer am Diskurs im WWW,

      die an einem 12.000 Zeichen umfassenden technisch-ökonomisch orientierten Artikel nur auszusetzen haben, dass ein Akronym für eine ansonsten korrekt bezeichnete Institution in einer früheren Version einen singulären Buchstabendreher aufgewiesen hat, bezeichnet man nicht als "Kritiker" sondern als "Trolle".

    • comment1984 | vor 1169 Tagen, 14 Stunden, 46 Minuten

      @tantejutta

      Ich möchte vielmals um Entschuldigung bitten, aber nicht für meinen Kommentar. Jedoch scheine ich unabsichtlicher Weise an einem eher labilen Ego gekratzt zu haben und dessen war ich mir nicht bewusst - ich bitte um Verzeihung.
      Wäre es denn besser gewesen, ich hätte am Artikel selbst etwas auszusetzen gehabt? Ich fand ihn eigentlich ziemlich gut...
      Wie bereits erwähnt, bin ich nicht aktiv auf der Suche nach Fehlern, sondern falle ab und an einfach über einen. Wenn ich etwas schreiben würde, einen Fehler übersehen würde, darauf hingewiesen würde, dann würde ich mich einfach für den Hinweis bedanken und mich freuen, dass mein Werk von jemandem aufmerksam gelesen wird. Keinesfalls würde ich versuchen, den Fehler zu vertuschen, dann denjenigen, der mich aufmerksam gemacht hat, zu verspotten und im Weiteren zu beleidigen - schon gar nicht wenn es sich um jemanden handelt, der mit seinen Steueren und Abgaben zu meinem Gehalt beiträgt!
      Also: Die Augen offen halten und danke für die Erheiterung!

  • achmi | vor 1171 Tagen, 4 Stunden, 41 Minuten

    Naja

    ein paar Millardchen werden dafür schon noch gefunden werden. EU-Kommission, Israel Aerospace & Co. wissen schon was gut für uns ist. Ein kleiner Steuergelderpreis für große Ideen!

    Auf dieses Posting antworten
    • tantejutta | vor 1171 Tagen, 1 Stunde, 21 Minuten

      Die weitaus größten Summen haben

      an nationalen Steuergeldern haben Deutschland, Spanien sowie EADs verbrannt. Damit die Energie nicht ausgeht, legt die Kommission mittels der FP7-Programme regelmäßig einen Stapel Papierbriketts nach dem anderen aus Euroscheinen nach. Das nur, um hier noch einen weiteren Zettel auf dem Schwarzen Brett der FM4-Heimatseite im Weltnetz mit Reisszwecken anzuheften...