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Christian Fuchs

Twilight Zone: Film- und Musiknotizen aus den eher schummrigen Gebieten des
Pop.

10. 8. 2012 - 11:46

Die Götter müssen verrückt sein

"Prometheus" ist weder ein echtes Meisterwerk noch das langerwartete "Alien"-Prequel. Aber immerhin der faszinierendste Science-Fiction-Film seit langer Zeit.

Ich für meinen Teil kann wirklich nicht behaupten, zu den eingefleischten Fans von Sir Ridley Scott zu zählen. Der letzte Film des Briten, der mich einigermaßen berührte, war der Horrorthriller "Hannibal" Anno 2001. Aber das hauptsächlich, weil ich auf Bilderbuch-Romantik und Kannibalismus im Kino stehe und Hannibal Lecter hier unschlagbar fand.

Danach kam eigentlich nichts Aufregendes mehr, viele Ärgernisse und Belanglosigkeiten. Einige Momente in "American Gangster" rockten vielleicht, trotzdem hätte ich mir den Film lieber von Martin Scorsese gewünscht. Auch davor werde ich in Scotts Filmografie punkto Begeisterung nicht so leicht fündig: Ich liebe zwar die Blackmetal-artige Eröffnungssequenz von "Gladiator", mag die überbordende Sentimentalität in "Thelma & Louise", finde den Neon-Look von "Black Rain" ziemlich lässig. Die einzigen Ridley-Scott-Werke aber, die in meiner cineastischen Ewigkeits-Liste auftauchen, ihr ahnt es schon, entstanden in seiner Frühzeit, direkt hintereinander:

"Blade Runner" von 1982 besticht als Neo-Noir-Monument, in dem Melancholie und Futurismus zu einem hypnotischen Tagtraum verschmelzen.

Vor allem aber "Alien", drei Jahre zuvor entstanden, veränderte auf extrem spannende Weise - und sicher nicht nur für meine Wenigkeit - die Parameter des Science-Fiction und Horror-Kinos.

Alien

Centfox

Schrecken und Schönheit

Mit "Alien" hat Ridley Scott 1979 ein bis heute faszinierendes Hybrid aus Science Fiction- und Horrorelementen erschaffen: Als das Raumschiff Nostromo auf einem fremden Planeten landet, kommt ein ungebetener Gast an Bord. Aus dem Bauch eines Besatzungsmitglieds bricht ein Wesen, das sich in kurzer Zeit in eine schleimige Kampfmaschine verwandelt. Nur ein Besatzungsmitglied überlebt das Massaker: die mutige Pilotin Ripley alias Sigourney Weaver.

In James Camerons extrem spannender Fortsetzung "Aliens" kehrt Ripley zurück. Die einflussreiche Weyland-Corporation, stellt sich heraus, will einige der Monster auf die Erde bringen, um sie als Biowaffen zu verwenden, eine Gruppe Siedler wird dabei gnadenlos geopfert. Ripley sabotiert die Pläne, es spritzt viel grünes und rotes Blut.

David Fincher gelingt mit dem unterschätzten dritten Teil ein apokalyptisches Industrial-Kammerspiel. Erst der französische Regisseur Jean-Pierre Jeunet vergreift sich bei "Alien Resurrection" im Tonfall und macht aus den unheimlichen Wesen ironische Comicmonster. Mit der "Alien vs. Predator"-Reihe werden die Bestien aus dem All endgültig der Lächerlichkeit preisgegeben.

Die Geschichte hätte damals simpler nicht sein können: Eine Gruppe von Astronauten kämpft an Bord eines Raumschiffs gegen eine außerirdische Bedrohung. Was Ridley Scott 1979 aber aus dieser Idee machte, beeindruckt noch immer. Die Kamera, die gewandt durch enge Räume schwebt, das zeitlose Dekor, die grausige Eleganz des Giger’schen Monsters, all das begeistert bis zum heutigen Tag. Nicht zu vergessen das großartige Ensemble, angeführt von der toughen Sigourney Weaver.

"Alien" spielt in einer ganz eigenen Liga. Auch im Vergleich mit den großteils umwerfenden Fortsetzungen. In denen gab es dann mehr Schleim und Blut und vor allem massive Action zu sehen. Sir Ridley gelang aber ein Film, der das Gegenwartskino beeinflusste und veränderte, eine Schnittstelle zwischen Kunst und Kommerz, Popkultur und Psychoanalyse, Schrecken und Schönheit.

Als der Regisseur vor längerer Zeit ankündigte, ins Weltall, wo dich niemand schreien hört, zurückzukehren, hinterließ das bei mir gemischte Gefühle. Einerseits freute ich mich, dass die geniale Saga endlich wieder einen notwendigen Schub Ernsthaftigkeit erhalten würde. Gleichzeitig konnte ich die eben beschriebene Skepis gegenüber Ridley Scotts Schaffen nicht verdrängen.

Prometheus

Centfox

Science Fiction für Erwachsene

Die Genrefans schienen sich jedenfalls ungebrochen auf "Prometheus" als filmisches Monumentalereignis zu freuen. Nach dem ersten Trailer und einer wieder mal hocheffektiven Viral-Kampagne fieberten sämtliche Geeks dem Streifen hysterisch entgegen. Als dann die ersten enttäuschten Vorabkritiken erschienen, machte sich plötzlich Niedergeschlagenheit breit. War es möglich, das Ridley Scott sein eigenes Gänsehaut-Vermächtnis beschädigt hätte?

Die Antwort ist wieder einmal: Alles eine Frage der Erwartungshaltung. Schon im Vorfeld wurden der Regisseur und sein Autor Damon Lindelof (der zu den zentralen Fädenzieher des TV-Wunders "Lost" gehörte) nicht müde anzukündigen, das "Prometheus" bestenfalls "Spuren von Alien-DNA" enthalte, aber einen ganz eigenständigen Weg einschlage.

Mit diesem Wissen im Kopf entfaltet sich auf der Leinwand ein Film, der zwar kein Meisterwerk wurde und tatsächlich das Alien-Universum nur streift, aber wohl zu den mitreißendsten Science-Fiction-Epen seit langer Zeit gehört.

In einem maßgeblichen Punkt knüpft Ridley Scott dabei tatsächlich an sein frühes Schaffen an: Die Geschichte des Raumschiffs Prometheus richtet sich an Erwachsene. Unzählige Lichtjahre von der Galaxis entfernt, in der sich infantile Star-Wars-Kreaturen tummeln oder John Carter sich mit Riesenkreaturen prügelt, wagen sich Scott und Lindelof auf bewusst heikles Terrain.

Prometheus

Centfox

Erinnerungen an die Zukunft

Der Schweizer Autor Erich von Däniken, mittlerweile halb vergessen, regierte einst den Bestsellermarkt mit seinen Büchern über das Themengebiet der Prä-Astronautik. Außerirdische, folgerte der umstrittene Mann in Werken wie "Erinnerungen an die Zukunft", hätten vor langer Zeit die Erde besucht und die Entwicklung der Menschheit entscheidend beeinflusst.

Wegen ihrer immensen technischen Überlegenheit wurden die Wesen aus dem All von alten Zivilisationen für Götter gehalten. Däniken belegte seine gewagten Theorien mit allerlei Fotos von Höhlenzeichnungen und antiken Inschriften, brachte den Bau der Pyramiden von Gizeh ebenso ins Spiel wie die Steinmonumente auf der Osterinsel oder Stonehenge.

Das Grundthema des Films greift, wie einst die "X-Files" im TV, auf die legendären Bestseller des Autors Erich von Däniken zurück. Ich erinnere mich, wie ich mir als minderjähriger Fan dieser Bücher hitzige Wortgefechte mit meinem Religionslehrer lieferte. Die Götter der Weltreligionen, behauptete ich vehement - auf den Spuren des Schweizer Schriftstellers - sind in Wahrheit außerirdische Wesen, die der Erde einst Besuche abstatteten.

Genau zum selben Schluss kommen die Archäologen Elisabeth (Noomi Rapace) und Charlie (Logan Marshall-Green) als sie in den schottischen Highlands auf mysteriöse Höhlenmalereien stoßen. Die Sternenmuster in den uralten Zeichnungen erinnern frappant an Bildnisse aus anderen, unterschiedlichsten Kulturen. Es scheint, als ob der gemeinsame Ursprung des irdischen Lebens auf einem weit entfernten Planeten zu finden ist.

Eine Raummission, finanziert von der mächtigen Weyland-Corporation, soll Licht ins Dunkel der menschlichen Schöpfung bringen. Als das speziell zusammengestellte Forscherteam vom Androiden David (Michael Fassbender) aus dem Hyperschlaf geweckt wird, macht sich aber an Bord der Prometheus Misstrauen breit. Die zynische Weyland-Vertreterin Vicker (Charlize Theron) verfolgt eine finstere Agenda, die wohl nur am Rande mit wissenschaftlichen Ergebnissen zu tun hat.

Prometheus

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Hoffnungslosigkeit statt Heiligkeit

Ab hier weiter explizit vom Inhalt zu erzählen, möchte ich bewusst vermeiden. Nur soviel: Ridley Scotts Sci-Fi-Comeback, Dekaden vor dem Original-Alien spielend, setzt sehr wohl auf unheimliche Wesen aus einer fremden Welt. Allerdings sollte man nicht die berüchtigten Chestburster und Facehugger aus der schleimspritzenden Saga erwarten. Bereits in der allerersten Szene von "Prometheus" lernen wir eine extraterrestrische Spezies mit humanoiden Zügen kennen, die im Mittelpunkt der neuen Mythologie steht. Diesen Engineers, wie sie im Film genannt werden, dürften die Fädenzieher hinter der irdischen Evolution sein.

Während der pathetische Soundtrack der Eröffnungssequenz diesbezüglich noch einen esoterischen Blockbuster befürchten lässt, elimiert Ridley Scott aber bald alle religiösen Untertöne aus dem Film. Und auch das Personal der Prometheus wird rasch dezimiert.

Today's Webtipp:2001
A documentary about the making of A Space Odysee

Der britische Regisseur, offensichtlich ähnlich pessimistisch veranlagt wie sein Landsmann Christopher Nolan, entwirft einen eisigen Kosmos, in dem man weder Göttern noch seinen Mitmenschen trauen kann. Wo der offensichtlich zitierte Klassiker "2001" von Stanley Kubrick noch mit überirdischen Erlöserfantasien kokettierte, setzt Sir Ridley auf Hoffnungslosigkeit als Grundgefühl.

Prometheus

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Kammerspiel der Gefühlskälte

Es ist dieser Hang zum wahren, existentiellen Horror, der den Film auszeichnet und über viele Schwächen hinwegsehen lässt. Denn die pompöse Ambition, die unzähligen offenen Fragen am Ende, die dramaturgischen Sackgassen, all das wird viele Zuseher wohl auch frustrieren und verärgern.

Vergisst man aber wieder einmal auf Plotlöcher und badet sich in der frostigen Atmosphäre, bleibt eine erbarmungslose Meditation über das Sein übrig. Ein Kammerspiel der Gefühlskälte entfaltet sich an Bord der Prometheus, in dem Charlize Therons Figur die Erbarmungslosigkeit des Kapitalismus karikiert und nur die mutige Elisabeth (mit physischer Präsenz von Lisbeth Salander herself verkörpert) zur Empathie verleitet.

Last but definitely not least ist es aber ein Schauspieler der Ridley Scott’s Vision auf den Punkt bringt, der durch den Film führt und ihn oft auch einfach übernimmt: Der omnipräsente Michael Fassbender festigt als Android David seinen Ruf als intensivster Darsteller seiner Generation. Wie er als platinblonder Peter O’Toole-Ersatz durch die Gänge des Raumschiffs gleitet, charmant über Schöpfungsfragen philosophiert und regungslos perfide Aufträge exekutiert, das ist aufregender als alle Spezialeffekte, 3D-Zaubereien und parasitären Déjà-Vu-Momente gegen Ende.

Alleine Fassbenders Gesicht ist den Kinobesuch wert, einen wirklich faszinierenden Science-Fiction-Film bekommt man als Bonus dazu geliefert.

Prometheus

Centfox

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  • caligula | vor 1743 Tagen, 9 Stunden, 28 Minuten

    Prometheus ist gestürzt

    Für dieses Machwerk sollte sich Scott entschuldigen! Ein völlig chaotisches zusammenhangloses Aneinanderreihen von Filmsequenzen, voll mit primitvsten Regiefehlern (zB in Alien sitzt bei seiner Auffindung der Pilot in seinem Sitz, in Prometheus wird der Übermensch von einem Riesentintenfisch abgemurkst - hat ihn wer rübergetragen zu seinem Schiff und ihn reingesetzt?). Nach Blade Runner und Alien wäre ein Film zum knieen zu erwarten gewesen. Prometheus hätte auch ein drittklassiger HollywoodRegisseur zusammengebracht. Schade ums Eintrittsgeld.

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    • heidlbär | vor 1742 Tagen, 3 Stunden, 2 Minuten

      pay attention?

      Bevor du Ridley Scott hier Unmengen (es gibt zweifellos ein paar) an primitiven Filmfehlern unterstellst, solltest du dich vielleicht mehr auf den Film konzentrieren. Prometheus spielt ganz eindeutig nicht auf LV-426, sondern einem anderen Planeten. Der Disc Jockey aus Alien kommt in Prometheus gar nicht vor.

    • johnleehookerelectro | vor 1742 Tagen, 1 Stunde, 14 Minuten

      ja von nerdseite wars eine absolute katastrophe
      der film wirft mehr fragen als antworten auf

      aber insgesamt warens epic bilder und je länger man über die entwicklungswege und formen(bzw die möglichkeiten "des
      r bösen substanz" und die xenomorph nachdenkt desto mehr windet sich das hirn über 5 filme

      und es is vollkommen unklar ob david nundoch seinen willen hat... sich an allen rächen wollte weil sie ihn so von oben herab behandelt haben(obwohl er überlegen ist)
      oder ob er doch nur helfen wollte oder nur ein weyland sklave is

      no one knows!
      der einser schmäh des mysteriums funktioniert

  • prom000 | vor 1743 Tagen, 13 Stunden, 31 Minuten

    Damon Lindelof

    ist doch in wirklichkeit vollkommen überschätzt.
    klar lost hat interessante character, aber mir war schon in staffel 2 klar, dass die Geschichte dahinter mist ist weil, they wrote it on the go.
    Und über den neuen STAR TREK film naja da brauch ich nichtmal ein wort verlieren.

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  • christianfuchs | vor 1743 Tagen, 18 Stunden, 45 Minuten

    "lost" in space

    für mich ist es ja übrigens viel mehr ein damon lindelof-film als einer von ridley scott...

    ich bin lindelof durch sechs faszinierende staffeln "lost" gefolgt, nur um am ende bitter entäuscht zu werden mit peinlichen auflösungen.

    fand es im gegenzug toll, dass in "prometheus" so viele fragen offen bleiben. leider droht ja ein sequel. ich fürchte, das spielt dann auf dem engineer planeten und wird uns mehr beantworten, als mir lieb ist...

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    • h3isenberg | vor 1741 Tagen, 4 Stunden, 2 Minuten

      die handschrift von lindelof ist total auf der strecke geblieben. und die fragen, die der film zwangsweise aufwirft, lassen nichts gutes erahnen.

      was mir wirklich negativ aufgefallen ist, war die musik. ich hätte da den goldsmith wieder gerne gehört, und scott hätte sich mehr zeit lassen müssen, seinen darstellern mehr einzuräumen als uninspirierte dialoge runter zu rasseln. hey, ihr habt da nicht nur den nachweis gefunden, das es aliens gibt, diese um einiges weiter fortschrittlich ist und dann haben sie nichts anderes zu tun, als alles anzutatschen (so schnell es geht) und sich dann wundern, wenn alles in arsch geht? david in ehren, fassbender hat einen eindrucksvollen androiden gemimt (bishop war schon überaus cool, aber haarefärben ftw!).

      epische bilder und perfekt inszeniert, aber wieso werd ich das gefühl nicht los, das scott endgültig sein mojo verloren hat? er hätte die chance gehabt, bei so vielen innovativen science-fiction ideen sich etwas neues zu bauen, aber wahrscheinlich wollte er nicht den fehler machen wie brian de palma bei mission to mars. scotts letzter einsatz ins all ist ja auch schon wieder 30 (!) Jahre her. vielleicht hat ers einfach verlernt.

  • madhatternoir | vor 1744 Tagen, 11 Stunden, 54 Minuten

    Ich wollte ihn wirklich gerne haben, oder eher unbefangen ins Kino gehen, das es sich ja nicht vermeiden ließ im Vorfeld den Prometheus Kritikhagel zu entgehen. Schon allein wegen Noomi Rapace wollte ich was Gutes in diesen Ridley Scott Streifchen sehen..aber wenig bleibt über IMHO nach dem Sehen. Guter Sci-Fi Film? Vielleicht unter einigen Aspekten, aber unterm Strich strotzt es nur so vor "was bin ich eigentlich?" hier. Prequel - Nee oder doch, aber nee und eigentlich doch? Eigenständig guter Sci-Fi Film? Da gab's Besseres und kommt hoffentlich Besseres (Star Trek Sequel). Manche Szenen wirkten so etwas von lächerlich gekünstelt/unlogisch, Elisabeth kann einer Ripley das Wasser leider nun mal nicht reichen, geschweigedenn ist sie vom selben Schlag (ich kann mir einfach nicht helfen, aber Rapace scheint immer ein bissl deplatziert in ihren Rollen)..naja schade, aber vielleicht ist es wirklich an der Zeit dieses Franchise zur Gänze dabei zu belassen, was es bislang war. Und ja, militanter Alien Fan hier, aber tut wenig zur Sache, dass Prometheus an sich ein wackeliges Stück Streifen ist...da bleib ich lieber beim Comic Book Adventure was Alien und Vorgeschichtsdeutung anbelangt.

    Auf dieses Posting antworten
    • elchaos | vor 1744 Tagen, 5 Stunden, 33 Minuten

      muss gestehen, dass ich alien zwar super find, aber kein eingefleischter (ach passt das wort hier gut) fan bin. weiss nicht ob das einen unterschied macht. jedenfalls fand ich noomi rapace grossartig. und hatte definitiv das gefühl, die zwei sind vom selben schlag. und deplaziert fand ich noomi maximal in sherlock holmes. komische rolle. wie vieles ist das wohl eine sehr subjektive angelegenheit

    • fenchurch | vor 1744 Tagen, 2 Stunden, 20 Minuten

      star trek II

      mit benedict cumberbatch als bösewicht - auf den film freu ich mich schon sehr!

    • christianfuchs | vor 1743 Tagen, 22 Stunden, 49 Minuten

      die gleichgültigkeit, mit der rapace im 2ten sherlock verheizt wurde, hatte schon was brutales.

    • christianfuchs | vor 1743 Tagen, 22 Stunden, 49 Minuten

      die gleichgültigkeit, mit der rapace im 2ten sherlock verheizt wurde, hatte schon was brutales.

  • beastmaster | vor 1744 Tagen, 20 Stunden, 29 Minuten

    Keine Liebe für "Legend" ?

    Auf dieses Posting antworten
  • agentprovooo | vor 1744 Tagen, 23 Stunden, 21 Minuten

    Ich erwehre mich seit Monaten dem Zwang das, im Netz herumspukende, Drehbuch von "Django Unchained" zu lesen, zweifle aber ob ich das noch bis Jänner durchhalte. Der Geist ist willig, doch das Fleisch war schon immer schwach...

    Auf dieses Posting antworten
    • agentprovooo | vor 1744 Tagen, 23 Stunden, 21 Minuten

      Sollte natürlich an die Kommentare drunter angehängt werden ;)

  • johnleehookerelectro | vor 1745 Tagen, 2 Stunden, 4 Minuten

    die Kritik Hört sich erwartungsgemäß an und spoilert nur für Menschen die absolut keinen Plan haben .
    Aber die Angst Ihn zu sehen ist bei mir permanent vorhanden und wird schlimmer.
    Die perfekt einstudierte Mischung aus hochkonzentrierter Erwartug aber gezielt gedämpfter Vorfreude ging bei DKR einfach nur daneben.Es war bis zum Ende ein gezielt gedämpfter Film.
    Schuld sind die ganzen Trailer,die Specials und der ganze Storyresearch eines Nerds.Wieso bin ich so dumm und informier mich derart akribisch über Filme bis einem nichtsmehr überraschen kann?

    Gerade das man nicht beginnt wie Claire Danes von Homeland, die bisherigen Fakten auf ein Pinnwand zu sammeln um sie dann wie ein Verrückter mit Fäden in verschiedenen Farben zu verbinden....
    wenigstens ein einziger Blockbuster aus dem Jahre 2012 muss doch den uneingeschränkten WHATTHEFUCK- ich-liebe-dieses-movie-so-sehr-ichkauf ihm-popcorn-und-geh mit ihm nochmal ins kino-effekt haben

    Avengers näää..DKR hmmm..Prometheus?

    Auf dieses Posting antworten
    • elchaos | vor 1745 Tagen, 38 Minuten

      wirklich schöne worte für das blockbuster-dilemma, john! einen film mit diesem effekt würd ich auch gern sehen :)

      und ich kann nur empfehlen die akribische selbstinformation zu vermeiden. versteh aber auch total gut wie schwer es manchmal ist zu widerstehen. gelingt mir auch nicht immer

    • johnleehookerelectro | vor 1744 Tagen, 13 Stunden, 7 Minuten

      Danke Elchaos
      Deine Worte sind meistens auch so , dass man als Typ geneigt ist zu sagen:
      "Bäm Die hat Ärger was drauf"

      ja z.B. die Obernerds, die George Lucas anfucken weil er die überarbeiteten Versionen von StarWars Teil 4-6, etwas gefaked hat, sollen sich nen runterholen

      aber einfache research in den richtigen foren und ein solides Hintergundwissen über prometheus oder batman, darf keinen freien film versauen...das kanns nicht sein

    • miikesmama | vor 1744 Tagen, 6 Stunden, 48 Minuten

      Johannes, elchaos ist ein Kerl!

    • miikesmama | vor 1744 Tagen, 6 Stunden, 43 Minuten

      btw, das ist alles kein Dilemma, sondern nur Einstellungssache. Ich: riesiger Batman Fan, riesig gefreut auf TDKR, und doch: Nicht einen Trailer gesehen, nicht eine Zeile gelesen darüber, ein fucking Jahr lang, bis ich ihn selbst gesehen habe. Prometheus the same, einfach allem aus dem Weg gehen was irgendwie mit dem Film zu tun hat, Magazin/Zeitungsberichte sofort überblättern, Seiten wegklicken, bei Trailern im Kino im wahrsten Sinne des Wortes Augen zu und Ohren zudrücken, dann geht das schon...und es zahlt sich aus!

    • elchaos | vor 1744 Tagen, 5 Stunden, 39 Minuten

      miikesmama, vielen dank fürs retten meiner männlichen ehre!

      und klar ist es einstellungssache. in 90% der fälle handhab ich das genauso. und ja es zahlt sich aus. es können aber offensichtlich nicht alle so diszipliniert sein wie du :)

    • johnleehookerelectro | vor 1744 Tagen, 3 Stunden, 4 Minuten

      elchaos ich bin untröstlich.
      du schreibst zu themen in denen es um frauenrechte undco geht, immer derart wehement, dass der sherlock in mir mal falsch kombinierte.(ur dumm stereotyp von mir)
      die lahme deutsche sprache und ihre mühsig kategorisierenden gender-artikel sind auch keine seriösen kommunikationswerkzeuge mehr. also dass das no offense war, is wohl ekloa

      respekt vor soviel disziplin.aber manchmal weis man schon zufällig von der story bevor der film überhaupt gedreht wird(siehe knightfallsaga.. uraltes comic indem batmans wirbelsäule von bane gebrochen wird ..dann gehts halt mit cyborg anzug und azrael weiter)

      oder wie unten beschrieben. vl sollte man nicht die vorfreude dämpfen sondern nur die erwartungshaltung...hab das verkehrt gemacht heuer

    • miikesmama | vor 1744 Tagen, 51 Minuten

      @elchoas

      Bitte danke gern geschehen ;-)

      Zu "es können aber offensichtlich nicht alle so diszipliniert sein wie du :)"...stimmt, schon aber ich hab auch einen Leidensweg hinter mir, VIEL ZU OFT wurden mir Filme verspoilert, die ich so gerne "unverdorben" gesehen hätte.

      Auf der anderen Seite: Unwissenheit schützt vor Enttäuschung nicht. Beispiel Dark Knight Rises, nix gewusst, trotzdem unter den Erwartungen. Auch so kanns gehen...

    • elchaos | vor 1743 Tagen, 20 Stunden, 37 Minuten

      john, dry your tears. ich kann mit allen gender-zuschreibungen gut leben und es ist doch vollkommen wurscht mit welchen chromosomen und geschlechtsmerkmalen ich geboren wurde

      ich finds gut wenn du und miike zu unterschiedlichen sherlock-schlüssen kommen, warum auch immer :)

    • elchaos | vor 1743 Tagen, 20 Stunden, 35 Minuten

      @"unwissenheit schützt vor enttäuschung nicht"... stimmt. deshalb ist es manchmal doch besser vorher ein bisschen was zu lesen - niedrige erwartungshaltung und sich positiv überraschen lassen. hat bei mir schon ein paar funktioniert :)

    • miikesmama | vor 1742 Tagen, 22 Stunden, 7 Minuten

      @"ich finds gut wenn du und miike zu unterschiedlichen sherlock-schlüssen kommen, warum auch immer :)"

      Also Miikesmama hat nur den Satz "elchaos ist ein er" gedeutet, den eben dieser in der Comment-section der "50 besten Filme" geschrieben hat. Wenn er/sie/es also kein Lügner ist glaub ich ihm/ihr also einmal ;-)

    • elchaos | vor 1742 Tagen, 21 Stunden, 19 Minuten

      nachdem es mich wundern würd, wenn ich sowas gepostet hätt, hab ich nachgeschaut und dort steht eigentlich ganz was anderes. ein hoch auf die kreativität der erinnerung!

    • miikesmama | vor 1741 Tagen, 17 Stunden, 28 Minuten

      Zitat biased:
      "biased ist ein er

      und er findet Bigelows Filme sehr gut, weil es gute Filme sind."

      enough said.
      Worin ich mich allerdings gerinnt hab (ein hoch auf die kreativität der erinnerung!), es waren die ZEHN besten Filme aller Zeiten, nicht fünfzig

    • miikesmama | vor 1741 Tagen, 17 Stunden, 28 Minuten

      geirrt

    • elchaos | vor 1740 Tagen, 21 Stunden, 29 Minuten

      ähm ich hab keine ahnung wer biased ist aber ich nicht :)

      mit den 50 hattest du übrigens doch recht weil die sight and sound liste insgesamt 50 filme umfasst

  • schweinsbratenliebhaber | vor 1745 Tagen, 6 Stunden, 23 Minuten

    sciFi serien. empfehlungen? hab heute nämlich keine lust rauszugehen und das wetter passt irgendwie gerade um sich eine serie anzusehen...

    Auf dieses Posting antworten
    • rainersigl | vor 1745 Tagen, 5 Stunden, 25 Minuten

      wie ganz unten erwähnt

      "black mirror", 3-teilige brit. miniserie, höchste empfehlung. v.a. ep 2 und 3 sind allerfeinste SF.

    • schweinsbratenliebhaber | vor 1745 Tagen, 4 Stunden, 3 Minuten

      gut. werd ich mir mal reinziehen. danke!

    • johnleehookerelectro | vor 1745 Tagen, 2 Stunden, 44 Minuten

      Die Serie "Black Mirror" hat eine inhaltliche sowie stilistische Qualität des Brainfucks, die im Moment sonst nirgendwo zu finden ist.
      Jede einzelne Folge schafft es mühelos in scheinbar vollkommen pervertierten Welten, absolut authentische Bezüge zur Wirklichkeit herzustellen.
      Hunger Games z.B. träumt von den Denkansätzen die Black Mirror in einer Folge hinbekommt.

    • johnleehookerelectro | vor 1745 Tagen, 2 Stunden, 44 Minuten

      Die Serie "Black Mirror" hat eine inhaltliche sowie stilistische Qualität des Brainfucks, die im Moment sonst nirgendwo zu finden ist.
      Jede einzelne Folge schafft es mühelos in scheinbar vollkommen pervertierten Welten, absolut authentische Bezüge zur Wirklichkeit herzustellen.
      Hunger Games z.B. träumt von den Denkansätzen die Black Mirror in einer Folge hinbekommt.

    • johnleehookerelectro | vor 1745 Tagen, 2 Stunden, 41 Minuten

      Eine der beiden Nachrichten bitte löschen.Und darauffolgend bitte diese Nachricht hier.
      Vielen Dank.

  • anlamadim | vor 1745 Tagen, 7 Stunden, 16 Minuten

    Eine alternative, psychoanalytische Interpretation des Films gibt es hier http://tinyurl.com/bmkvon6 (ab ca Minute 35). Anscheinend hat der Buehnenbildner Giger mit seiner Arbeit seine eigenen Alptraeume verarbeitet (auch schon im ersten Alien).

    Auf dieses Posting antworten
    • piareiser | vor 1745 Tagen, 4 Stunden, 35 Minuten

      er verarbeitet auch hervorragend meine ästhetischen alpträume. die psychoanalytische deutung hör ich mir jetzt an.

  • elchaos | vor 1745 Tagen, 18 Stunden, 10 Minuten

    dank einer guten mischung aus vorfreude, unbefangenheit und niedriger erwartungshaltung war ich scheinbar im idealen zustand, einfach reinzukippen in genau die ebene, auf der der film meiner meinung nach grossartig funktioniert: sinnliches spektakelkino. die geschichte war mir vollkommen wurscht, aber als dreidimensionaler audiovisueller erlebnispark hat prometheus mich voll erwischt. nicht zuletzt wegen noomi rapace und michael fassbender, rollen wie schauspiel haben mein herz x-mal schneller schlagen lassen und die begeisterung für beide in neue höhen katapultiert

    versteh gut, wenn dass anderen mit anderer voreinstellung anders geht, aber würd jeder und jedem (m)ein bisschen prometheus-magie wünschen

    Auf dieses Posting antworten
    • christianfuchs | vor 1745 Tagen, 7 Stunden, 47 Minuten

      bei mir war es eigentlich ziemlich die selbe mischung, mit der ich in die pressevorführung gegangen bin. und wird das ausgefinkelte geschichten erzählen nicht ohnehin immer wurschtiger? mir kommt das entgegen, weil ich ohnehin immer einen eigenen film im
      kopf habe & drehbuchautoren gerne ignoriere.

    • elchaos | vor 1745 Tagen, 9 Minuten

      mhm ich find das kommt schon sehr auf den film an. gut erzählte geschichten und ausgefeilte dialoge sind schon was feines, in komödien wie dramen wie spannungsgeladenerem zeug. scheint aber auch eine rare kunst zu sein. die mehrheit meiner lieblingsfilme ist dann doch eher die stimmungsvariante wo zwar kleine momente punktgenau stimmen müssen aber man den scriptdoctor gezielt links liegen lassen kann. und das gilt für lautes spektakelkino genauso wie die kleinen feinen stillen meisterwerke. mhm ich krieg grad lust auf kino :)